München (aktiencheck.de AG) - Laut den Experten von "SdK AktionärsNews" ist die Mühlbauer-Aktie (ISIN DE0006627201/ WKN 662720) eine Perle im Verborgenen.
Am 29. April 2009 sei zur 11. ordentlichen Hauptversammlung nach Roding/ Oberpfalz geladen gewesen. Mühlbauer sei das weltweit einzige Unternehmen, das Komplettlösungen zur Herstellung von elektronischen ID-Dokumenten anbiete, ein Produkt, das auch in Zeiten von Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise uneingeschränkt weltweit Konjunktur habe. Dieser Sektor sei auch die Grundlage für den unternehmerischen Erfolg im Jahr 2008 mit einem herausragenden Umsatzzuwachs von 37,1% und damit einem Umsatzanstieg von 91,7 Mio. Euro im Vorjahr auf 125,7 Mio. Euro gewesen.
Insgesamt habe Mühlbauer Umsatzerlöse in Höhe von 172,9 Mio. Euro erzielt, ein neuer Rekord, der um 8,4% über dem Vorjahr (159,5 Mio. Euro) liege. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) - und der Rückstellung für die Verteidigung eines Patentverfahrens - habe sich mit 27,3 Mio. Euro um 3,4% verbessert, das entspreche einer EBIT-Marge von 15,8%. Der Jahresüberschuss 2008 betrage 18,274 Mio. Euro und entspreche einer Umsatzrendite von 14,1%; er liege aufgrund der vorsorglichen Rückstellung in Höhe von 3,1 Mio. Euro und eines heuer auf Grund der Verwerfungen auf den Finanzmärkten negativen Finanzergebnisses um 4,4% unter Vorjahr. Das Ordervolumen des Vorjahres (167,5 Mio. Euro) sei im abgelaufenen Geschäftsjahr um 13% auf 189,2 Mio. Euro gestiegen, der Auftragsbestand habe am 31. Dezember 2008 bei 80,8 Mio. Euro gelegen, und damit um 10,7% über Vorjahr.
Ein Schlüssel des Erfolges liege in der Unternehmensphilosophie, für die Kunden vor Ort zu sein, kurzfristig und schnell agieren und auch reagieren zu können.
Transparenz habe bei Mühlbauer einen hohen Stellenwert und auch der persönlich haftende Gesellschafter (phG) habe sich selber Hürden auferlegt, die auch das volle Vertrauen der Anleger - auch in eine KGaA - rechtfertigen würden. So habe sich der phG gegenüber der Gesellschaft - beginnend ab dem 09. September 2002 - für die Dauer von 10 Jahren verpflichtet, das Stimmrecht für 2.000.000 (das seien insgesamt 31,85%) seiner 3.296.852 Aktien nicht auszuüben. Dem Aufsichtsrat seien darüber hinaus zustimmungspflichtige Geschäfte lt. § 10 der Satzung eingeräumt worden, wie z.B. für Gründung von Unternehmen, Veräußerung von Unternehmensteilen und Beteiligungen, wesentliche Investitionen und Verwendung des Bilanzgewinns von Tochtergesellschaften. Darüber hinaus habe auch ein Arbeitnehmervertreter im dreiköpfigen Aufsichtsrat Sitz und Stimme.
Der Kurs der Aktie könne ob des nachweisbaren Unternehmenserfolges nicht zufrieden stellen. Die Aktie leide vielleicht auch unter dem Makel einer KGaA, was bedauerlich sei, denn bei der Mühlbauer Holding AG & Co. KGaA würden, wie beschrieben, die Uhren anders laufen. Die Dividende sei mit 1 Euro bei einem Ergebnis pro Aktie von 1,23 Euro ausgesprochen aktionärsfreundlich und unterstreiche die Grundeinstellung des Unternehmens, seine Anteilseigner angemessen am Erfolg teilhaben zu lassen.
Das laufende Geschäftsjahr werde von Unternehmensseite auch nach Vorlage der Zahlen für das 1. Quartal, die klar positiv, aber deutlich niedriger ausgefallen seien als ein Jahr zuvor, in Bezug auf Umsatz und Ergebnis auf dem Niveau von 2008 prognostiziert, in diesen wirtschaftlich gesehen ungewissen Zeiten eine vielleicht riskante Prognose. Aber wenn diese Aussage von einem Finanzvorstand komme, der bekannt sei für ausgesprochen vorsichtige Vorhersagen, dann könne man auch darauf einiges geben. Ein Beleg dafür möge sicherlich auch das schöne hohe Auftragspolster von 94,7 Mio. Euro zum 31. März sein. Auch für 2010 bleibe man bei der Vorhersage für weiteres Wachstum bei Umsatz und im Ergebnis.
Die Aktie von Mühlbauer ist eine Perle im Verborgenen, so die Experten von "SdK AktionärsNews. (Ausgabe 190 vom 22.06.2009) (23.06.2009/ac/a/nw)
Analyse-Datum: 23.06.2009