Wien (aktiencheck.de AG) - Jörn Lange und Johannes Mattner, Analysten der Raiffeisen Centrobank, stufen die Aktie der Münchener Rück (ISIN DE0008430026/ WKN 843002) auf "halten" herab.
Münchener Rück weise trotz Belastungen durch die Kapitalmarktschwäche eine sehr solide Bilanz auf und plane daher keine Dividendenkürzung. Das Management sehe im Rückversicherungsmarkt künftig steigende Preise, da sich Wettbewerber zurückziehen würden und die Nachfrage stabil bleibe oder sogar steige (Erstversicherer teilweise mit Kapitalengpässen und eingeschränkten Möglichkeiten zur Risikotransformation über Kapitalmärkte). Das Erstversicherungsgeschäft dürfte durch die Bilanzkraft Marktanteile (organisch oder durch Akquisitionen) ausbauen. Diese positiven Argumente seien jedoch schon weitgehend in der Bewertung berücksichtigt.
Trotz der Belastungen durch die Finanzkrise verfüge Münchener Rück über eine sehr solide Kapitalausstattung bei guter Risikokontrolle. Damit dürfte der Versicherer zunehmend Geschäft von strauchelnden Wettbewerbern auf sich ziehen. Daneben verbessere sich die Preissetzungsmacht des Rückversicherers, so dass weiterhin Preiserhöhungen durchsetzbar erscheinen würden. Die defensive Aktie habe sich daher in den vergangenen, turbulenten Quartalen vergleichsweise gut gehalten. In den kommenden Quartalen würden die Analysten jedoch insgesamt mit einer weiteren Erholung des Finanzsektors rechnen. In diesem Umfeld seien andere Finanzaktien zu bevorzugen.
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank nehmen daher ihre Einschätzung für die Münchener Rück-Aktie in einem ersten Schritt auf "halten" zurück. (Analyse vom 25.06.2009) (25.06.2009/ac/a/d)
Analyse-Datum: 25.06.2009