Paris (aktiencheck.de AG) - Birgit Roper-Gruner, Analystin der Société Générale, bewertet die Münchener Rück-Aktie (ISIN DE0008430026/ WKN 843002) weiterhin mit "hold".
Das Management der Münchener Rück habe eine Gewinnwarnung ausgegeben. Das Unternehmen ziehe in Betracht, dass das Gesamtjahresziel eines Nettogewinns von 3-3,4 Mrd. EUR nicht erreicht werde. Allerdings solle das Ergebnis über einer Marke von 2 Mrd. EUR liegen. Der Nettogewinn des zweiten Quartals dürfte bei etwa 600 Mio. EUR liegen (Vorjahr: 1,158 Mrd. EUR). An den mittelfristigen Zielsetzungen habe das Unternehmen festgehalten. Auch das Aktienrückkaufprogramm solle wie geplant durchgeführt werden.
Die Münchener Rück gehöre neben der Hannover Rück zu den wenigen europäischen Versicherungen, die überhaupt Ziele für das Jahr 2008 ausgegeben hätten, so dass nicht automatisch davon auszugehen sei, dass die Wettbewerber in einer besseren Verfassung seien. Zudem habe man bei der Société Générale nicht den Eindruck, dass die Risiken im Zusammenhang mit der Kreditkrise bei der Münchener Rück größer als bei der Konkurrenz seien. Nach der aktuellen Meldung habe die Unternehmensaktie mehr als 10% nachgegeben. Damit sei die Aktie allerdings zu hart abgestraft worden. Bei der Société Générale sehe man das Kursziel der Aktie bei 125,00 EUR. Für das laufende Jahr erwarte man ein EPS von 14,34 EUR, so dass sich ein KGV von 8,1 errechne.
Daher vergeben die Analysten der Société Générale das Rating "hold" für den Anteilschein der Münchener Rück. (Analyse vom 25.07.08) (25.07.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 25.07.2008