13.05.2008 17:12
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Nigeria Entspannung der Lage (HSH Nordbank AG)

Hamburg (aktiencheck.de AG) - In Nigeria könnte sich eine Entspannung der Lage abzeichnen, berichten die Analysten der HSH Nordbank AG.

Die Rebellen des Niger-Delta hätten sich laut Berichten der Nachrichtenagentur Reuters bereit erklärt, die Anschläge auf die Ölindustrie einzustellen, wenn die Regierung bei den Verhandlungen den ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter als Vermittler zulasse. Anschläge und Streiks hätten in den vergangenen Monaten immer wieder zu hohen Produktionsausfällen geführt. Außerdem habe die unsichere Situation in dem Land die Verschiebung notweniger Investitionen zur Folge, die nötig seien, um die Ölproduktion langfristig zu sichern und vom Kyoto-Abkommen geforderte Umweltschutzeinrichtungen an den Förderanlagen zu installieren.

Die starken Preisanstiege der letzten Wochen würden jetzt auch auf politischer Ebene ihre Spuren hinterlassen. In den USA würden Politiker fordern, die Aufstockung der staatlichen Notfallreserve zu stoppen und Saudi Arabien zu einer Erhöhung der Förderung zu bewegen. Das OPEC-Mitglied Libyen habe daraufhin ein außerordentliches Treffen des Kartells nicht ausgeschlossen, gleichzeitig verweise das Kartell aber angesichts steigender Rohöllagerbestände unverändert auf das ausreichende Ölangebot.

In Deutschland werde über die Abschaffung der Mineralölsteuer oder die Wiedereinführung der vollständigen Pendlerpauschale diskutiert. In Russland habe Wladimir Putin in seiner neuen Funktion als Premierminister angeregt, die inländische Steuerbelastung der Ölkonzerne zu senken, um Investitionen in die zuletzt schrumpfende Förderung zu animieren.

Die IEA habe in ihrem neuen Monatsbericht die Prognose der globalen Ölnachfrage im laufenden Jahr um 390.000 bpd auf 86,8 Mio. bpd gesenkt. Die Erwartung an das Wachstum des Nicht-OPEC-Angebots sei um 100.000 bpd reduziert worden, der Call on OPEC um 200.000 bpd. (13.05.2008/ac/a/m)
Marktbericht-Datum: 13.05.2008

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