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Die Absatzzahlen seien in Q1 2008 dank der weiterhin dominanten Stellung in den Wachstumsregionen Indien und China auf 115,5 Mio. Mobiltelefone (+27 gg. VJ; -14% gg. VQ) gestiegen. Der weltweite Marktanteil sei um 3%-Punkte gg. VJ auf 39% ausgebaut worden, wenngleich Nordamerika erneut eingebrochen sei. Auch der Rückgang des durchschnittlichen Verkaufspreises je Handy auf 79 EUR (83 EUR im VQ) sei dem starken Wachstum im Niedrigpreissegment geschuldet.
Das starke Umsatzwachstum auf Konzernebene gg. VJ (+28% auf 12,7 Mrd. EUR) sei vornehmlich auf die Konsolidierung von Nokia Siemens Networks zurückzuführen. Im Vergleich zum VQ hätten die Erlöse, jedoch auch zyklusbedingt, um ganze 19% abgenommen. Die EBIT-Marge sei auf 12% (13% im VJ) gefallen, der Konzerngewinn habe sich auf 1,2 (0,98) Mrd. EUR belaufen.
Der Ausblick sei recht verhalten ausgefallen. Zwar gehe Nokia davon aus, dass sowohl der Gesamtmarkt für Mobiltelefone als auch der eigene Marktanteil weiter steigen würden. Sinkende Stückpreise, der verbilligte USD, die wirtschaftliche Abschwächung in den USA sowie die starke Konkurrenz sehen die Analysten der SEB jedoch zunehmend im Vordergrund treten. Die Mobiltelefon-Erlöse 2008 sollten im niedrigen einstelligen Prozentbereich gg. VJ zurückgehen. Die Sparte Nokia Siemens Networks dürfte hingegen ihre Einnahmen moderat steigern.
Es gebe einen zunehmenden Replacement-Anteil in den etablierten Mobilfunkmärkten. Der hohe Marktanteil und die resultierenden Volumeneffekte sowie die Verlagerung von Produktionsstätten in Niedriglohnländer würden die Margen entlasten. Die Bilanzverhältnisse (Cash-Bestände von 10,3 Mrd. EUR; Bankschulden von nur 1,3 Mrd. EUR) seien stabil. Es gebe eine Akquisitionsfantasie in alternativen Geschäftsfeldern (z.B. Mobile Internet, Navigation). Der angekündigte Aktienrückkaufprogramm von 4 Mrd. EUR sowie die dynamische Anpassung der Ausschüttungsquote sollten den Kurs stützen.
Es gebe negative Währungseffekte auf der Umsatzseite und einen unverminderten Preisdruck. Neue Blockbuster-Produkte sollten erst in der zweiten Jahreshälfte 2008 eingeführt werden. Es gebe einen zunehmenden Wettbewerb im Niedrigpreissegment und neue Konkurrenten in Nischensegmenten. Der US-Markt (Handyabsatz Q1 2008: -49% gg. VQ) bleibe weiterhin das Sorgenkind. Die Dynamik in den bisherigen Wachstumsregionen China (+4% gg. VQ) und Asia-Pacific (+/-0% gg. VQ) scheine abzuflachen. LG Electronics hole spürbar auf (Absatz Q2 2008 in Asien & Mittlerem Osten: +36% gg. VQ). Die Bewertung des Titels (EV/Umsatz 2009e: 0,94x; EV/EBIT: 6,5x) spiegele zwar die hohe Profitabilität wider. Die Dynamik der Erlös- und Ertragsentwicklung habe jedoch deutlich nachgelassen.
Die Analysten der SEB empfehlen die Aktie von Nokia unverändert zum Kauf, stufen sie mit "strong buy" ein und senken das Kursziel auf 23 EUR von bisher 30 EUR. (Analyse vom 21.04.2008) (21.04.2008/ac/a/a) Analyse-Datum: 21.04.2008
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