Wien (aktiencheck.de AG) - Connie Schümann und Christine Nowak, Analystinnen der Raiffeisen Centrobank, stufen die Aktie von Novartis (ISIN CH0012005267/ WKN 904278) weiterhin mit "halten" ein.
Im ersten Quartal sei der Umsatz gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um zwei Prozent zurückgegangen. Dem Anstieg der Pharmaumsätze um drei Prozent habe allerdings eine schwache Entwicklung der anderen Divisionen (Diagnose und Impfstoffe, Sandoz und Gesundheitsprodukte) gegenübergestanden.
Die Initiative Forward schreite schneller voran und habe im ersten Quartal Einsparungen von USD 329 Mio. erbracht. Die für 2009 geplanten Einsparungen von USD 1,3 Mrd. dürften übertroffen werden. Hauptaugenmerk gelte hier vor allem der Division Sandoz. Diese solle wieder auf Expansionskurs gebracht werden.
Die Produktivität in der Forschung und Entwicklung werde forciert. Zwischen 2009 und 2011 seien für die USA, Europa und Japan mehr als 130 Zulassungsanträge geplant. Es gebe gute Studienergebnisse mit dem Grippeimpfstoff Aflunov (vorerst nur gegen Vogelgrippe). Dieser solle um eine breitere Anwendbarkeit, sprich Schweinegrippe, erforscht werden. Die Zulassung für ein neues Medikament gegen Multiple Sklerose solle noch heuer beantragt werden. Die Behandlungserfolge seien besser als bei dem von Biogen entwickelten Medikament Avonex.
Währungseffekte hätten das Ergebnis stark beeinträchtigt, wobei der Umsatz um zehn und das operative Ergebnis um elf Prozentpunkte geschmälert worden seien. Auch im zweiten und dritten Quartal sei mit keiner Entspannung zu rechnen. Der Generikadruck steige, da wichtige Medikamentenpatente in den nächsten drei Jahren auslaufen würden.
Mithilfe neuer innovativer Produkte sei es Novartis gelungen neuerlich ein über dem Weltmarkt liegendes Pharmawachstum auszuweisen. Durch die Kosteneinsparungsmaßnahmen sollten vor allem die von der Rezession betroffen Sparten wieder auf Wachstumskurs gebracht werden. Das Unternehmen stelle für 2009 ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht, in der Pharma-Division rechne man mit einem Wachstum im mittleren bis hohen einstelligen Bereich.
Negative Währungseffekte könnten allerdings diese in Aussicht gestellten Wachstumsraten beeinflussen und demzufolge auch Auswirkungen auf das operative Geschäft und die Entwicklung des Reingewinns haben.
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank bleiben daher bei ihrer "halten"-Einschätzung für die Novartis-Aktie. (Analyse vom 06.05.2009)
(06.05.2009/ac/a/a)
Analyse-Datum: 06.05.2009