Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Stefan Scharff, Analyst von SRC Research, bestätigt seine "hold"-Einschätzung für die Aktie der OVB Holding (ISIN DE0006286560/ WKN 628656).
Die Osteuropa-Region habe dank der guten Geschäftsentwicklungen in Polen, Tschechien und der Slowakei die Gesamtvertriebsprovisionen auf währungsbereinigter Basis noch leicht um knapp 1% im ersten Halbjahr ausbauen können. Allerdings sei festzustellen, dass das Wachstumsmomentum im Vergleich zum ersten Quartal deutlich nachgelassen habe.
Das Deutschland-Geschäft habe enttäuschend abgeschnitten. Insgesamt habe sich ein deutlicher Rückgang der Vertriebsprovisionen um 10,5% auf unter 30 Mio. Euro ergeben. Zu denken gebe auch, dass die Gesellschaft trotz der Beratungsschwäche vieler Banken fast 16.000 Kunden in der ersten Jahreshälfte verloren habe und somit die Kundenbasis auf rund 640.000 Kunden um 2,4% zurückgegangen sei. Der Vorstand sei allerdings optimistisch, im Zuge eines neuen Programms zur Steigerung der Beratungsqualität und zum Aufbau von Premium-Partnerschaften mit Produktgebern ein besseres Ergebnis für das zweite Halbjahr abliefern zu können.
Insgesamt stehe OVB trotz der allgemein sehr schwierigen Rahmenbedingungen für Finanzvertriebe sehr stabil da und habe den Nettogewinn nicht zuletzt aufgrund von hoher Kostendisziplin im ersten Halbjahr leicht von 2,5 Mio. auf 3,0 Mio. Euro ausbauen können. Nur fehle aktuell das Wachstumsmomentum. So habe die Zahl der Neuverträge im ersten Quartal 2012 noch um 15% gegenüber dem Vorjahresquartal ausgebaut werden können. Im zweiten Quartal habe das Wachstum bei den Neuverträgen dann nur noch bei 0,6% gelegen.
Die Analysten von SRC Research behalten ihr "hold"-Rating für die OVB-Aktie bei, senken aber das Kursziel leicht von 20 Euro auf 19 Euro. (Analyse vom 10.08.2012) (10.08.2012/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.