13.05.2008 17:08
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Ölpreise neue Höchststände (HSH Nordbank AG)

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Rücksetzer der Ölnotierungen Ende April hat sich als Bärenfalle entpuppt, berichten die Analysten der HSH Nordbank AG.

In der vergangenen Woche hätten die Märkte wieder ihren Aufwärtstrend aufgenommen und neue Höchststände markiert. WTI habe in der Spitze 126,40 USD je Barrel erreicht. Zu der neuerlichen Rally habe neben den bekannten geopolitischen Unsicherheiten (Nigeria, Iran, Libanon) die Veröffentlichung einer Studie durch eine große amerikanische Investmentbank beigetragen, die einen Ölpreisanstieg in den kommenden zwei Jahren bis auf 200 USD als möglich bezeichnet habe. Auch wenn dieses Szenario weder bei den Autoren noch bei anderen Marktbeobachtern als Basis-Szenario gesehen werde, habe es offensichtlich neue Investorengelder angelockt, die den Markt nach oben getrieben hätten.

Die Analysten der HSH Nordbank AG sind weiterhin der Meinung, dass die aktuellen Ölpreise fundamental kaum zu erklären sind. Die konjunkturelle Wachstumsschwäche in den Industriestaaten belaste die Ölnachfrage, während das Angebot unverändert den Bedarf übersteige. Entsprechend seien es andere Faktoren, die zuletzt die Ölpreisentwicklung getrieben hätten. Neben den geopolitischen Unsicherheiten und temporären Produktionsausfällen in Nigeria habe beispielsweise der bislang schwache USD für Mittelzuflüsse in Rohstoffinvestments gesorgt. Außerdem hätten Anleger Commodities als Absicherungsinstrument gegen Inflation genutzt.

Die Analysten der HSH Nordbank AG gehen davon aus, dass in den kommenden Monaten wieder die Fundamentaldaten die Oberhand gewinnen sollten, auch wenn kurzfristig ein nochmals schwächerer USD die Ölpreise auf neue Hochs treiben könnte. (13.05.2008/ac/a/m)
Marktbericht-Datum: 13.05.2008

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