Paris (aktiencheck.de AG) - Stefan Slowinski, Richard Nguyen und Sebastien Bidault, Analysten der Société Générale, vergeben bei ihrer Ersteinschätzung das Rating "sell" für die Aktie des US-amerikanischen Unternehmens Oracle (ISIN US68389X1054/ WKN 871460).
Das Unternehmen habe trotz der Skepsis der Investoren die eigene Expansionsstrategie durch Übernahmen mit beachtlichem Erfolg umsetzen können. Mit einem beginnenden Wirtschaftsabschwung werde Oracle jedoch schwerer große Übernahmeziele ausfindig machen können. Zudem dürfte sich die Integration schwieriger gestalten. Das Datenbank-Geschäft von Oracle sei außerdem zu umfassend, als dass es immun gegen eine Abschwächung des weltweiten BIP-Wachstums sei. Unter Berücksichtigung der negativen Faktoren könne davon ausgegangen werden, dass sich das EPS-Wachstum von Oracle reduzieren und nur noch im einstelligen Prozentbereich liegen werde.
Nachdem Oracle starke Zahlen für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2008 präsentiert habe, sehe sich das Unternehmen nun im ersten und zweiten Quartal einer schwierigeren Vergleichsbasis gegenüber. Bei der Société Générale erwarte man für das gesamte Geschäftsjahr 2009 ein EPS von 1,45 USD, während die Konsensschätzung bei 1,51 USD liege. Für das Geschäftsjahr 2010 rechne man mit einem EPS von 1,55 USD (Konsensschätzung: 1,76 USD). Auf Basis der Société Générale-Prognosen lasse sich für das laufende Geschäftsjahr ein KGV von 14,6 ermitteln. Das Kursziel der Aktie sehe man bei 16,00 USD.
Vor diesem Hintergrund stufen die Analysten der Société Générale das Wertpapier von Oracle mit "sell" ein. (Analyse vom 24.07.08) (24.07.2008/ac/a/a)
Analyse-Datum: 24.07.2008