Paris (aktiencheck.de AG) - Stefan Slowinski und Richard Nguyen, Analysten der Société Générale, vergeben für den Anteilschein von Oracle (ISIN US68389X1054/ WKN 871460) unverändert das Rating "sell".
Bei der Société Générale gehe man davon aus, dass sich mit einer beginnenden Rezession in den westlichen Ländern das Umsatzwachstum im Geschäft mit Unternehmenssoftware im gesamten Sektor abschwächen werde. Während SAP in der Lage sein dürfte, das hohe Gewinnwachstum beizubehalten, werde sich bei Oracle voraussichtlich eine deutliche Abschwächung des Gewinnwachstums einstellen. Die Ergebnisse des zweiten Fiskalquartals 2009, die Oracle im Dezember vorlegen werde, dürften durch die weltweit sinkende Nachfrage beeinträchtigt sein.
Für das gesamte Fiskaljahr 2009 erwarte man ein EPS von 1,45 USD (KGV: 12,6). Für das Fiskaljahr 2010 laute die EPS-Schätzung auf 1,55 USD (KGV: 11,8). Mit diesen Prognosen bewege man sich unter der Konsensschätzung, die für die Fiskaljahre 2009 und 2010 auf 1,53 USD bzw. 1,72 USD laute. Potenzielle weitere Gewinnwarnungen im Sektor dürften auch das Sentiment gegenüber der Oracle-Aktie belasten. Das Kursziel sehe man bei 16,00 USD, das Abwärtspotenzial betrage damit 15%.
Daher bewerten die Analysten der Société Générale die Oracle-Aktie weiterhin mit "sell". (Analyse vom 07.10.08) (07.10.2008/ac/a/a)
Analyse-Datum: 07.10.2008