Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Experten der "Prior Börse" empfehlen Anlegern die Finger von der PETROTEC-Aktie (ISIN DE000PET1111/ WKN PET111) wegzulassen.
Seit dem Börsengang am 6. November 2006 hätten sich die Aktien des Biodieselherstellers katastrophal entwickelt. Gründe seien der einbrechende Dieselpreis sowie die sukzessive Erhöhung der Biosprit-Besteuerung. Zudem hätten sich die Rohstoffpreise verteuert. Nach der Neuemission sei das Unternehmen mit 178 Mio. Euro an der Börse bewertet worden. Heute sei die Firma für nur noch 6 Mio. Euro zu bekommen. Ob das Geschäftsmodell jemals profitabel arbeite sei fraglich, da das Unternehmen mit einer Kapazität bei ca. 185.000 Tonnen pro Jahr am Markt kaum eine Rolle spiele.
Zwar habe das Unternehmen die Umsätze im letzten Jahr um 28% auf rund 78 Mio. Euro steigern können. Doch das Betriebsergebnis vor Abschreibungen habe sich bereits auf minus 21 Mio. Euro summiert. Zudem seien einmalige millionenschwere Abschreibungen fällig gewesen. Somit hätten unterm Strich fast 42 Mio. Euro Verlust gestanden, nach 40 Mio. Euro im Vorjahr. Infolgedessen sei die Eigenkapitalquote im Jahresverlauf von 63 auf 25% gesunken. Die liquiden Mittel seien von 23 auf nur noch eine Millionen Euro geschmolzen. Finanzchef Sven-Roger von Schilling habe längst das Handtuch geschmissen und Vorstandssprecher Roger Böing werde im September das Unternehmen verlassen. Nur eine mächtige Kapitalspritze vom strategischen Investor IC Green Energy könne das Überleben kurzfristig sichern.
Die Experten der "Prior Börse" raten die Finger von der PETROTEC-Aktie wegzulassen. (Ausgabe 22 vom 20.03.2009) (20.03.2009/ac/a/nw)
Analyse-Datum: 20.03.2009