Hamburg (aktiencheck.de AG) - Marco Günther, Analyst der Hamburger Sparkasse, stuft die Aktie von Philips (ISIN NL0000009538/ WKN 940602) unverändert mit dem Rating "verkaufen" ein.
Der niederländische Elektrokonzern Philips sei der größte europäische Anbieter von Unterhaltungselektronik. Im Geschäftsjahr 2009 habe sich der Konzernumsatz auf über 23 Mrd. EUR belaufen. Nachdem Mitte 2006 die Halbleitersparte ausgegliedert worden sei, stütze sich das Unternehmen auf die Geschäftsfelder Consumer Lifestyle (Umsatzanteil: 35%), Beleuchtung (30%), Medizintechnik (33%) und andere Bereiche.
Im Beleuchtungssegment würden insbesondere Lampen und Lichtanlagen produziert. Die Consumer Lifestyle Sparte umfasse u. a. Audio- und DVD-Systeme sowie Haushaltsgeräte. Schwerpunkte der Medizintechnik seien Ultraschall- und Computertomographiegeräte. In den "reifen" Märkten (insbesondere Westeuropa und Nordamerika) liege der Anteil am Absatz bei 66%, in den Wachstumsmärkten bei 34%. Die Eigenkapitalquote habe per Ende Juni 2010 bei 46,0% gelegen.
Die Niederländer hätten mit dem Zahlenwerk durchweg überzeugen können. Gleichwohl würden die Analysten im Einklang mit der Konzernführung von einer Drosselung des Expansionstempos im zweiten Halbjahr ausgehen. Denn die Konjunkturerholung in den Industrienationen dürfte sich nur ermäßigt fortsetzen.
Vor diesem makroökonomischen Hintergrund und der vergleichsweise hohen Bewertung bleibt die Philips-Aktie ein Verkauf, so die Analysten der Hamburger Sparkasse. (Analyse vom 27.07.2010) (27.07.2010/ac/a/a)