Hamburg (aktiencheck.de AG) - Marco Günther, Analyst der Hamburger Sparkasse, stuft die Aktie von Philips (ISIN NL0000009538/ WKN 940602) von "halten" auf "verkaufen" herab.
Der niederländische Elektrokonzern Philips sei der größte europäische Anbieter von Unterhaltungselektronik. Im Geschäftsjahr 2009 habe sich der Konzernumsatz auf über 23 Mrd. EUR belaufen. Nachdem Mitte 2006 die Halbleitersparte ausgegliedert worden sei, stütze sich das Unternehmen auf die Geschäftsfelder Consumer Lifestyle (Umsatzanteil: 36,5%), Beleuchtung (28,2%), Medizintechnik (33,8%) und andere Bereiche.
Im Beleuchtungssegment würden insbesondere Lampen und Lichtanlagen produziert. Die Consumer Lifestyle Sparte umfasse u.a. Audio- und DVD-Systeme sowie Haushaltsgeräte. Schwerpunkte der Medizintechnik seien Ultraschall- und Computertomographiegeräte. In den "reifen" Märkten (insbesondere Westeuropa und Nordamerika) liege der Anteil am Absatz bei 69%, in den Wachstumsmärkten bei 31%. Die Eigenkapitalquote liege per Ende Dezember 2009 bei 47,8%.
Das konsequente Kostenmanagement entfalte in der Ergebnisrechnung von Philips spürbare Wirkung. Folglich habe das Zahlenwerk zum vierten Quartal positiv überraschen können. Gleichwohl würden die Analysten die Absatzperspektiven für die konsumnahen Produktbereiche in 2010 eher als mäßig einschätzen.
Nach den Kursaufschlägen in den letzten zwei Handelswochen stufen die Analysten der Hamburger Sparkasse die Aktie von Philips von "halten" auf "verkaufen" zurück. (Analyse vom 15.03.2010) (15.03.2010/ac/a/a)