Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Independent Research, Rossen Koev, rät unverändert zum Verkauf der Philips-Aktie (ISIN NL0000009538/ WKN 940602).
Das Unternehmen habe Vorabzahlen für das vierte Quartal 2009 bekannt gegeben. Demnach sei es zu einem Umsatzrückgang um 4,7% auf 7,26 Mrd. Euro gekommen, was nach Unternehmensangaben vornehmlich auf Wechselkurseffekte zurückzuführen sei. Das EBIT sei dagegen auf 555 Mio. Euro gestiegen und das Nettoergebnis sei mit 251 Mio. Euro ausgewiesen worden. Dabei seien im Finanzergebnis keine nennenswerten Beträge aus dem Kauf/Verkauf von Beteiligungen enthalten.
Insgesamt hätten die publizierten Vorabzahlen die Erwartungen der Analysten verfehlt. Jedoch sei in allen Sparten eine aufsteigende Tendenz auf der Umsatzseite auszumachen. Die eingeleiteten Sparmaßnahmen hätten sich u.a. positiv auf das Ergebnis ausgewirkt.
Die Geschäftsführung von Philips wolle sich künftig auf margenstärkere Geschäftsbereiche konzentrieren. So würden die Analysten den Rückzug vom stark regulierten US-Medizintechnikmarkt und die Fokussierung auf Wachstumsmärkte positiv werten. Zwar habe der Vorstand die Ziele innerhalb des Vision 2010-Plans bekräftigt, jedoch würden die Analysten die Ziele für sehr ambitioniert halten.
Bei einem von 17 auf 19 Euro erhöhten Kursziel lautet das Votum der Analysten von Independent Research für die Philips-Aktie weiterhin "verkaufen". (Analyse vom 26.01.2010) (26.01.2010/ac/a/a)