14.02.2008 17:48
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Premiere akkumulieren (AC Research)

Westerburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst Henning Wagener von AC Research empfiehlt weiterhin, die Aktien von Premiere (ISIN DE000PREM111/ WKN PREM11) zu akkumulieren.

Die Gesellschaft habe Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2007 bekannt gegeben.

Demnach habe das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzrückgang um knapp 7% auf 984,5 Millionen Euro hinnehmen müssen. Die operativen Kosten seien gleichzeitig aber um knapp 11% auf 901,2 Millionen Euro gesunken. Das EBITDA habe sich somit um 73,9% auf 83,4 Millionen Euro verbessert. Der EBIT-Verlust sei um gut 30 Millionen Euro auf 10,5 Millionen Euro reduziert worden. Der Nettoverlust habe sich auf 51,6 Millionen Euro mehr als gedrittelt. Die Zahl der direkten Premiere-Abonnenten sei um 241.152 auf 3.651.142 erhöht worden. Zudem bediene die Gesellschaft rund 628.000 Kunden indirekt mit der Bundesliga über arena und Unitymedia.

Die veröffentlichten Zahlen hätten im Wesentlichen den bereits zuvor bekannt gegebenen vorläufigen Zahlen entsprochen und somit keine Überraschung mehr dargestellt. Lediglich der Nettoverlust sei wegen eines höheren negativen Finanzergebnisses schwächer ausgefallen als erwartet.

Derzeit arbeite die Gesellschaft an zwei wesentlichen Baustellen. So stehe zum einen demnächst die Entscheidung über die Vergabe der Bundesligaübertragungsrechte für die Spielzeiten 2009/2010 bis 2011/2012 an. Hier sehe man Premiere in einer guten Position, sich diese zu sichern. Des Weiteren sei der Geschäftsverlauf bei Premiere seit dem Weihnachtsgeschäft durch eine Sicherheitslücke des von Premiere verwendeten Verschlüsselungssystems Nagravision beeinträchtigt worden. So sei es Hackern gelungen, mit modifizierten Digital-Receivern Pay-TV-Programme illegal zu empfangen. Die im Ausland hergestellten Receiver würden mittlerweile im größeren Umfang in Deutschland verkauft. Ab dem zweiten Quartal werde eine neue Smartcard-Generation eingeführt, um diese Sicherheitslücke zu schließen. Die Umstellung solle dann im dritten Quartal abgeschlossen sein. Bis dahin würden die Piraterie-Probleme die Ertragslage der Gesellschaft wahrscheinlich belasten.

Beim gestrigen Schlusskurs von 13,02 Euro erscheine das Unternehmen aus fundamentaler Sicht weiterhin fair bewertet. Allerdings erscheine es durchaus möglich, dass die Aktie in den kommenden Monaten von anhaltenden Übernahmespekulationen profitieren werde. So könne ein Pflichtangebot durch die bereits an Premiere beteiligte News Corp. keinesfalls ausgeschlossen werden.

Die Analysten von AC Research empfehlen weiterhin, die Aktien von Premiere zu akkumulieren. (Analyse vom 14.02.2008) (14.02.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 14.02.2008

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