Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Frank Neumann, stuft die Aktie von Premiere (ISIN DE000PREM111/ WKN PREM11) weiterhin mit "halten" ein.
Gestern Nachmittag seien im Markt erneut Gerüchte aufgekommen, nach denen die News Corp. ihren Anteil an Premiere auf nunmehr knapp 19,9% erhöht haben solle. In den ersten Minuten nach dieser Nachricht sei der Kurs der Aktie um teilweise mehr als 5% gestiegen. Auslöser für die Gerüchte sei der Abbau der Anteile gewesen, die Morgan Stanley an Premiere für einige Tage gehalten habe. Später seien die Gerüchte von der News Corp. wie auch von Premiere bestätigt worden. Beide Seiten hätten sich positiv über diesen Schritt geäußert. Man gehe davon aus, dass eine weitere Aufstockung der Anteile an Premiere erfolgen werde.
Seit diesen Nachrichten sei Premiere stärker denn je ein Spielball der Übernahmespekulationen. Aktuell würden fast alle Möglichkeiten, vom Beibehalten des Status quo bis hin zu einer Komplettübernahme denkbar scheinen. Nach Erachten der Analysten spiegele der aktuelle Kurs der Aktie nicht die operative Stärke der Gesellschaft wider, sondern erhalte seine Legitimation nur durch die anhaltenden Übernahmegerüchte. Die News Corp. werde nach Erachten der Analysten keinen wirtschaftlich sinnlosen Preis für Premiere zahlen, habe keinen Grund zur Eile bei Premiere und könne somit auf Zeit spielen. Selbst wenn der Anteil der News Corp. an Premiere auf über 30% steigen würde und ein Pflichtangebot für alle Aktionäre gemacht werden müsste, würde dies nach Erachten der Analysten, auf Basis des 90-Tagekurses der Premiere-Aktie, der bei knapp 13 EUR liege, zuzüglich einer kleinen Prämie liegen. Ansonsten gehe man davon aus, dass es nicht angebracht sei, auf höhere Kurse zu spekulieren.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe stufen die Aktie von Premiere weiterhin mit "halten" ein. Das Kursziel taxiere man weiterhin auf 14,50 Euro. (Analyse vom 22.02.2008) (22.02.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 22.02.2008