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Premiere halten (Bankhaus Lampe KG)
Heute Morgen sei in einer großen deutschen Tageszeitung darüber berichtet worden, dass die News Corp. ihren Anteil an Premiere von 19,9% auf 22,7% aufgestockt habe. Dies entspreche dem Basisszenario der Analysten, in welchem sie davon ausgehen würden, dass die News Corp. ihren Anteil sukzessive weiter aufstocken werde. Es sei aber davon auszugehen, dass erst ab Mitte Juli die 30%-Marke erreicht werde. Hintergrund dieser Strategie sei das deutsche Übernahmegesetz. Danach müsste die News Corp. ab einem Anteil von 30% ein Übernahmeangebot an alle Aktionäre machen. Dieses würde mit 17,50 EUR dem Betrag entsprechen, den die News Corp. für die Anteile von Unity Media gezahlt habe. Dieser Preis liege aber weit über dem Marktpreis.
Nach Erachten der Analysten vom Bankhaus Lampe wird der Anteil der News Corp. an Premiere weiter steigen und sollte frühestens Mitte Juli 2007 die 30%-Marke überschreiten. Man sehe ferner nicht, dass die News Corp. danach die Anteile an Premiere zu überteuerten Kursen kaufen werde. Vielmehr gehe man davon aus, dass der Konzern auf Zeit spielen und mittelfristig den Anteil erhöhen werde.
Zusätzlich sei bekannt geworden, dass sich das Management von Premiere die Übernahme eines Free-TV-Senders vorstellen könnte. Dabei sollten angabegemäß nicht die kleinen Sender wie der zum Verkauf stehende Sender "Das Vierte" im Fokus stehen, sondern Sat.1, eines der Flaggschiffe der ProSiebenSat.1-Gruppe. Man gehe davon aus, dass solch ein Kauf von Premiere, auch unter Hilfenahme einer Kapitalerhöhung, finanziert werden könnte.
Ferner nähmen die Analysten an, dass die News Corp. diese Kapitalerhöhung begleiten würde. Solch ein strategischer Schritt sei ihres Erachtens positiv zu bewerten, da Premiere damit einen größeren Anteil an der Vermarktungskette von TV-Inhalten erhalten würde. Auch die Ankündigung des Managements, in den nächsten zwei bis drei Jahren stark zu wachsen, sollte nur durch den Einstieg in das Free-TV möglich sein.
Die ProSiebenSat.1-Gruppe habe allerdings die Verkaufsgerüchte öffentlich dementiert. Nach Erachten der Analysten stelle ein Verkauf von Sat.1 keine realistische Option dar. Vor einigen Jahren habe es schon Gerüchte um einen Verkauf von Sat.1 gegeben, ohne dass es zu einer Transaktion gekommen sei.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe können sich nicht vorstellen, dass die ProSiebenSat.1-Gruppe trotz ihrer hohen Finanzverbindlichkeiten Sat.1 verkaufen wird. Hier könne eine integrierte Gruppe, wie sie die ProSiebenSat. 1-Gruppe darstelle, einige Synergieeffekte durch gemeinsamen Einkauf, Produktion und Vermarktung heben. Ein kompletter Verkauf von ProSiebenSat.1 scheine den Analysten hier die wahrscheinlichste Version. Dies wiederum sollte aber auch für Premiere nur schwer zu stemmen sein.
Nach Erachten der Analysten werde die News Corp. den Anteil an Premiere erhöhen und dabei keine zu hohen Preise für die Aktie zahlen. Ein Kauf von Sat.1 komme kurzfristig nicht infrage. Sollte sich aber das wirtschaftliche Klima in Deutschland und Europa extrem eintrüben und auf den Werbungmarkt durchschlagen, könnte dies eine Option von ProSiebenSat.1 sein. Hier sehe man aktuell aber keine Anzeichen.
Gemäß ihrem Dicounted-Cashflow-Modell sehen die Analysten vom Bankhaus Lampe den fairen Wert der Premiere-Aktie bei 14,50 EUR und stufen sie weiterhin mit "halten" ein. Das Kursziel werde weiterhin bei 14,50 EUR gesehen. (Analyse vom 07.04.2008) (07.04.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 07.04.2008
| 02.09.2008 | Premiere verkaufen | Bankhaus Lampe KG | |
| 28.08.2008 | Premiere neues Kursziel | Goldman Sachs Group Inc. | |
| 14.08.2008 | Premiere neues Kursziel | UBS AG | |
| 12.08.2008 | Premiere overweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 08.08.2008 | Premiere overweight | JP Morgan Chase & Co. |
Aktien in diesem Artikel
| Premiere | 12,7 | +0,8% |
| 05.09.08 | Daimler outperform | |
| 05.09.08 | Volkswagen underperform | |
| 05.09.08 | BMW underperform | |
| 05.09.08 | Deutsche Post Selected List | |
| 05.09.08 | Allianz neues Kursziel | |
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| 05.09.08 | Deutsche Post kaufen |
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