Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Sven Diermeier, Analyst von Independent Research, bestätigt seine Einschätzung "halten" zur Aktie von RWE (ISIN DE0007037129/ WKN 703712).
Gestern (12.01.) habe das Finanzgericht Baden-Württemberg in zwei Eilverfahren geurteilt, dass das Kernbrennstoffsteuer-Gesetz verfassungsgemäß sei und nicht gegen europäisches Gesetz verstoße. Damit laute dieses Urteil gegensätzlich zu den Entscheidungen der Finanzgerichte Hamburg und München in 2011, in denen die Rechtmäßigkeit der Steuer in Frage gestellt worden sei. Der Energiekonzern habe die Belastung durch die Brennelementesteuer für die ersten neun Monate 2011 mit 209 Mio. EUR beziffert.
Die RWE-Stammaktie habe von der weiteren Erholung der Börsen seit Jahresanfang, die auf überwiegend besser als erwartet ausgefallener Konjunkturdaten in den USA und der erfolgreichen Platzierung von Anleihen hoch- verschuldeter europäischen Staaten (Italien, Spanien) basiere, profitieren können. Das aufgehellte Börsenumfeld sei für RWE als positiv zu werten, da die Umsetzung des Verkaufsprogramms (bis zu 11 Mrd. EUR bis Ende 2013; bisher realisiert: 1,5 Mrd. EUR) vom Kapitalmarktumfeld abhängig sei. Die "Financial Times Deutschland" habe gemeldet, dass der Verkauf des RWE-Kommunalversorgers Süwag näher rücke.
Die Analysten von Independent Research haben das Kursziel für die RWE-Aktie von 27 EUR auf 30 EUR angehoben und bestätigen ihr "halten"-Votum bei einer Dividendenrendite von 8,1% (2011e) sowie einem KGV von 6,6 (2012e). (Analyse vom 13.01.2012) (13.01.2012/ac/a/d)