Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Sven Diermeier, Analyst von Independent Research, ändert seine Einschätzung für die Aktie von RWE (ISIN DE0007037129/ WKN 703712) von "kaufen" auf "halten".
Die Zahlen für das erste Quartal 2012 hätten im Rahmen der Erwartungen gelegen, auch wenn Ergebnisrückgänge u.a. beim EBITDA um 9% auf 3,13 Mrd. EUR vermeldet worden seien. Die Bestätigung der Guidance für das laufende und das kommende Geschäftsjahr sei erwartet worden. Demnach würden ein operatives Ergebnis und ein bereinigtes Ergebnis jeweils auf dem Niveau des Jahres 2011 angestrebt.
Gemäß eines Medienberichtes sei vonseiten Sintez gegen RWE und dessen Vorstandsvorsitzenden Großmann eine Schadensersatzklage über knapp 675 Mio. EUR eingereicht worden.
Nach Einschätzung der Analysten sei die kolportierte Schadenersatzsumme einerseits kein existenzbedrohendes Risiko für den Energiekonzern, andererseits könnte sich aber im Falle einer Niederlage der geplante Schuldenabbau verlangsamen. Damit wachse das Risiko einer Ratingherabstufung. Die Analysten hätten ihre Dividendenschätzungen je Aktie überarbeitet und würden für 2012 nach 2,10 EUR nun eine Dividende von 2,05 EUR sowie für 2013 nach 2,20 EUR nun eine Dividende von 2,10 EUR prognostizieren. Durch die Klage seien die Unsicherheiten gestiegen und das Sentiment für den Anteilsschein werde belastet.
Die Analysten von Independent Research reduzieren sowohl ihre Einschätzung für die RWE-Aktie von "kaufen" auf "halten" als auch das Kursziel von 42 EUR auf 34 EUR. (Analyse vom 21.05.2012) (21.05.2012/ac/a/d)