Essen (www.aktiencheck.de) - Steffen Manske, Analyst der National-Bank AG, bewertet die RWE-Aktie (ISIN DE0007037129/ WKN 703712) nach wie vor mit dem Rating "halten".
RWE habe die Markterwartungen im ersten Quartal trotz einer unveränderten Stromerzeugung von 60,4 Mrd. kWh leicht verfehlt. Dabei habe RWE die Kapazitäten des Atomkraftwerks Biblis durch neue Kraftwerke ersetzen können. Während der eigene Strom- und Gasabsatz gesunken sei, sei mehr Strom an Vertriebsgesellschaften verkauft worden.
Ergebnisseitig ergebe sich ein gemischtes Bild. So habe der Konzern nach Erachten der Analysten den in Deutschland erzeugten Strom zu niedrigeren Preisen abgesetzt und in Großbritannien hätten Margenverschlechterungen, positive Vorjahreseinmaleffekte sowie ein Kraftwerksausfall zu Ergebniseinbußen geführt. Demgegenüber hätten höhere Gewinne dank höherer Erzeugermengen und Verkaufspreise im Bereich der Erneuerbaren Energien und höhere Absatzpreise in der Öl- und Gasproduktion gestanden.
Zudem sei die Ergebnisbelastung im Bereich Gashandel dank erster neu verhandelter Lieferverträge abgemildert worden. Unterm Strich habe RWE einen etwas stärker als erwarteten Nettogewinnrückgang (Konsens: 1,330 Mrd. Euro) hinnehmen müssen. Mit 1,07 Mrd. Euro sei das Investitionsvolumen zur Modernisierung der Erzeugerkapazitäten und der Verbesserung der Netzinfrastruktur zwar etwas unter dem Vorjahreswert, jedoch unverändert auf hohem Niveau geblieben.
Mit Verbesserungen im Jahresverlauf habe RWE den Ausblick eines unveränderten Betriebs- und Nettogewinns bestätigt. Insgesamt sei eine moderate Stabilisierung des Geschäftsgangs erkennbar.
Die Analysten der National-Bank AG sehen darin jedoch noch keinen Grund für eine Änderung des "halten"-Votums für die RWE-Aktie bzw. des Kursziels von 36,00 Euro. (Analyse vom 10.05.2012) (10.05.2012/ac/a/d)
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