London (www.aktiencheck.de) - Martin Young, Javier Suarez, Jonathan Constable und Vu Nguyen, Analysten von Nomura Equity Research, stufen die Aktie von RWE (ISIN DE0007037129/ WKN 703712) von "reduce" auf "neutral" hoch.
Die Sektoreinstufung für die Versorgerbranche in Europa bleibe bei "bearish". Der durch die Erneuerbaren Energien forcierte Ausbau der Stromerzeugungskapazitäten werde die Stilllegungen übertreffen. Zusammen mit einem unfreundlichen Nachfrageumfeld und sinkenden Rohstoffpreisen seien die Aussichten für den westeuropäischen Markt nicht rosig. Die Annahmen zu den Strompreisen seien für den Zeitraum 2013 bis 2020 um 10 bis 15% nach unten korrigiert worden.
Die RWE-Aktie gehöre seit Jahresanfang zu den Outperformern, habe aber in den letzten drei Monaten 20% an Wert eingebüßt. Sinkende Kohlepreise seien wegen der Braunkohle-Fixkostenbasis zum Teil dafür verantwortlich gewesen. Die EPS-Schätzungen seien daher für 2014 und 2015 von 4,40 auf 4,11 EUR sowie von 4,91 auf 3,97 EUR gesenkt worden.
Der Titel notiere mit einem Abschlag gegenüber dem Sektor. Dagegen seien potenzielle Katalysatoren wie eine Neuverhandlung der Gasverträge (Fortschritte in diesem Jahr seien nicht auszuschließen) und das Beteiligungsverkaufsprogramm vorhanden.
Das von 34,00 auf 32,00 EUR verringerte Kursziel indiziere nur leichtes Aufwärtspotenzial. Die negative Einschätzung des Titels sei aber nicht mehr angemessen.
Vor diesem Hintergrund lautet die Einschätzung der Analysten von Nomura Equity Research für die RWE-Aktie nunmehr "neutral". (Analyse vom 20.06.12) (20.06.2012/ac/a/d)
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