Zürich (www.aktiencheck.de) - Michael Romer, Analyst von Sarasin Research, stuft die Aktie von RWE (ISIN DE0007037129/ WKN 703712) weiterhin mit "neutral" ein.
Gestern hätten die Sarasin Research-Analysten den neuen CFO von RWE, Bernhard Günther, getroffen. Ihm zufolge bereite der Branche die zunehmende Volatilität der Reservenkapazität Schwierigkeiten. Im Mai habe es eine enorme Überkapazität gegeben, wobei ein Drittel der deutschen Elektrizitätserzeugung aus der Solareinspeisung gekommen sei. Dies mache Wasser- und Gaskraftwerke weniger wettbewerbsfähig. Bislang habe RWE bei der Neuverhandlung der Gasverträge mit Gazprom (ISIN US3682872078/ WKN 903276) keine Einigung erzielen können. Anders als der Konkurrent E.ON (ISIN DE000ENAG999/ WKN ENAG99) wolle RWE nicht nur eine Kompensation für vergangene Verluste, sondern auch eine Aufhebung der Öl-Indexierung des Gaspreises.
RWE habe den Sarasin Research-Analysten zufolge eine solide Präsentation geboten. Die Übergabe des CFO-Postens scheine gut verlaufen zu sein. Dies ändere jedoch nichts an den strukturellen Schwierigkeiten im Elektrizitätsmix und an der belasteten Bilanz. Die RWE-Aktie werde auf Basis der EPS-Prognosen für die Jahre 2012 und 2013 bei einem KGV von jeweils 8,7 gehandelt.
Vor diesem Hintergrund halten die Analysten von Sarasin Research an ihrem "neutral"-Rating für die Aktie von RWE fest. (Analyse vom 26.09.12) (26.09.2012/ac/a/d)
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