Paris (aktiencheck.de AG) - Alberto Ponti, Analyst der Société Générale, stuft das Rating für die Aktie von RWE (ISIN DE0007037129/ WKN 703712) von "hold" auf "sell" herab.
Die EPS-Entwicklung bei RWE sei eine der volatilsten im westeuropäischen Sektor. Eine Strompreisveränderung von lediglich 1,00 EUR pro MWh schlage sich mit 4% im EPS des Konzerns nieder. Mit der jüngsten Kapitalerhöhung habe das Unternehmen seine Bilanz stärken können, allerdings müsse RWE noch mehr tun, falls eine tief greifende Rezession einsetze. RWE habe sich Veräußerungen im Umfang von 9,5 Mrd. EUR zum Ziel gesetzt. Da die Ergebnisentwicklung mit den zu erwartenden Veräußerungen schwanken werde, sei mit Blick auf die zukünftigen Dividendenzahlungen weniger Transparenz als bei anderen Versorgern gegeben.
Im aktuellen Marktumfeld bestehe zudem die Möglichkeit, dass sich das Veräußerungsprogramm verzögern oder der Verkaufspreis geringer als geplant ausfallen werde. Bei der Société Générale habe man die EPS-Prognose für das Geschäftsjahr 2012 von 5,36 EUR auf 4,09 EUR gesenkt (KGV: 6,9). Für das Geschäftsjahr 2013 sei die EPS-Schätzung von 4,42 EUR auf 3,76 EUR herabgesetzt worden (KGV: 7,5). Das 12-Monats-Kursziel werde von 30,00 EUR auf 25,00 EUR zurückgenommen.
Die Analysten der Société Générale vergeben nun für den Anteilschein von RWE das Rating "sell". (Analyse vom 18.01.2012) (18.01.2012/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.