Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Christoph Schlienkamp, Analyst vom Bankhaus Lampe, bewertet die Aktie von R. STAHL (ISIN DE0007257727/ WKN 725772) weiterhin mit dem Votum "kaufen".
Die Analysten seien mit CEO Martin Schomaker und dem Leiter Controlling/Finanzen Bernd Marx in Zürich auf Roadshow gewesen. Sie würden sehen, dass die Wachstumsstory intakt sei und ihre Schätzungen für 2013 und 2014 aktuell zu vorsichtig seien.
Die wichtigsten Take aways seien: Die Wachstumsstrategie beruhe auf vier Säulen: Erstens: Erweiterung des Standardproduktportfolios, da mit einem breiten Portfolio lukratives Folgegeschäft generiert werden könne. Zweitens: Schaffung von Systemlösungen, da die Kunden einen kompetenten Partner zur Reduktion ihrer Komplexität suchen würden. Drittens: Erschließung neuer Branchen wie den Tankerbau, die Biokraftstoffindustrie etc. Viertens: Ausbau des Produktportfolios durch Innovationen.
Ein wichtiger Baustein zur Umsetzung der Wachstumsstrategie sei der Ausbau der Überseemärkte, da Anlagenbauer heute dezentraler entscheiden würden als früher. Die für R. STAHL relevanten Märkte seien Kanada, Brasilien, Russland, Malaysia und Australien. Probleme habe zuletzt Brasilien bereitet, was sich negativ mit 1,1 Mio. Euro in der GuV widergespiegelt habe. Nach der Reduktion der Fixkosten sollte 2013 der Break-even erreicht werden. Das Wachstum in Übersee werde deutlich beim Blick auf den Auftragseingang, der in diesen fünf Märkten in Q2 2012 18,0 Mio. Euro betragen habe, nach 7,3 Mio. Euro in Q2 2011.
Mit Blick auf 2012 würden sich die Analysten mit ihren Schätzungen unverändert wohl fühlen, auch wenn diese über der Managementguidance liegen würden (Umsatz BHLe 276 Mio. Euro, Guidance 255 bis 265 Mio. Euro; EBT BHLe 16,9 Mio. Euro, Guidance 14 bis 16 Mio. Euro).
Für 2013 würden die Analysten Wachstum aus den neuen Märkten, gleichfalls aber auch geringere Umsatzbeiträge aus Südeuropa sehen. Per Saldo würden sie mit einem Umsatzplus von 7,5% rechnen. Auf der Kostenseite wirke die zunehmende Verlagerung der Wertschöpfung nach Indien margensteigernd. Zudem habe eine Normenumstellung die GuV zuletzt mit 2,5 Mio. Euro belastet. Diese Belastungen würden entfallen und die in der Normenumstellung gebundenen Personalkapazitäten stünden künftig dem Thema Innovation zur Verfügung.
In ihren Schätzungen würden die Analysten aktuell für 2014 von einer EBIT-Marge von 9,4% ausgehen. Sollte sich etwas stärkerer Rückenwind von der konjunkturellen Seite ergeben, sei aufgrund der Skalierbarkeit des Geschäfts auch dann schon die 10%-Marke möglich.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe bestätigen ihre Kaufempfehlung für die R. STAHL-Aktie. Das Kursziel werde von 31,00 Euro auf 32,50 Euro angehoben. (Analyse vom 30.08.2012) (31.08.2012/ac/a/nw)