Die Analysten von Helaba Trust stufen am 27. April die Aktie des französischen Luxusgüterkonzerns Compagnie Financière Richemont AG mit "Verkaufen" ein.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr seien die Erlöse um rund 10 Prozent
auf 3,717 Mio. Euro angestiegen und würden damit im Rahmen
der Erwartungen liegen. Insbesondere die Umsätze in den Sparten Uhren (885
Mio. Euro) und Schreibutensilien (427 Mio. Euro) hätten die Dynamik der ersten
neun Monate beibehalten können. Die Lederwaren-Sparte (265 Mio. Euro) sei das Schlusslicht geblieben, bedingt durch die Dunhill-Schwäche aufgrund der Schließung von Verkaufsräumen in den USA
sowie in Europa. Erst am 09. Juni wird Richemont die kompletten Zahlen zum Verlauf des Geschäftsjahres
2004/05 veröffentlichen. Angaben zur Profitabilität sowie zur aktuellen
Nachfrageentwicklung im Luxusgütermarkt seien nicht gemacht worden. Die
Schätzungen der Analysten würden unverändert bleiben. Trotz des etwas nachlassenden Einflusses von Währungseffekten im laufenden Jahr stimme sie die weiter abnehmende Dynamik der US-Einzelhandelserlöse bei Juwelen skeptisch hinsichtlich einer Fortsetzung der zuletzt hohen Wachstumsraten.