Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Für die Experten der "BÖRSE am Sonntag" ist die Aktie von SMT Scharf (ISIN DE0005751986/ WKN 575198) ein langfristiger Kauf.
Schon im letzten Geschäftsjahr habe der Anbieter von Transportausrüstungen für den Bergbau vom derzeitigen Boom in diesem Industriesektor profitiert. Der Konzern habe eine Umsatzsteigerung von 25% auf 66,7 Mio. Euro verbucht. Dazu habe aber maßgeblich die erstmalige Einbeziehung der 2010 übernommenen britischen Bergbauzulieferer Dosco und Hollybank beigetragen. Beide hätten ein Umsatzplus zum Vorjahr verzeichnet.
Im Ausland seien die Einnahmen des gesamten Konzerns um 37% auf 61 Mio. Euro gestiegen, sodass der Anteil von 84 auf 91% zugenommen habe. Der größte Teil der Erlöse stamme von Abnehmern aus dem Steinkohlebergbau, auf den im Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2010 etwa 71% entfallen seien. Weitere 21% hättten aus Gold- und Platinbergwerken gestammt.
Neben den Einnahmen seien auch die Erträge stark gestiegen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe um 46% auf 11,1 Mio. Euro zugenommen. Zudem habe sich die EBIT-Marge von 14,2 auf 16,6% verbessert. Unter dem Strich habe die Gesellschaft mit 8 Mio. Euro 58% mehr als im Vorjahr verdient und dabei auch von einer niedrigeren Steuerquote profitiert. Darüber hinaus hätten Ende 2010 Aufträge mit einem Volumen von 23,2 Mio. Euro (+175%) in den Büchern gestanden. SMT Scharf habe vor allem im vierten Quartal 2010 eine außergewöhnlich hohe Zahl von Aufträgen, sowohl Lieferungen von Bahnsystemen, als auch Schieneninstallationen, für das Folgejahr bekommen, wozu auch die beiden 2010 erworbenen britischen Firmen beigetragen hätten.
SMT Scharf sei mit seinen optimierten Logistiklösungen für den Bergbau in einer vielversprechenden Nische tätig. Die Produkte des Konzerns dürften sich aufgrund der erwarteten weiter steigenden Rohstoffnachfrage und den weltweiten Trends zur Automatisierung und zu höheren Sicherheitsstandards auch in Zukunft einer regen Nachfrage erfreuen. Das Geschäft sei jedoch naturgemäß sehr stark abhängig von der Entwicklung im weltweiten Bergbau. Weltweite konjunkturelle Schwächephasen würden entsprechend die Geschäfte belasten. Trotz der diesbezüglich auch zurzeit existierenden Risiken seien die Zukunftsperspektiven gut.
Hinzu geselle sich trotz Kursen nahe Rekordniveaus eine günstige Bewertung (KGV 2010: 10). Darüber hinaus sei die für 2010 geplante Ausschüttung von 0,85 Euro pro Aktie beachtenswert, aus der sich derzeit eine Dividendenrendite von 4,1% ergeben.
Entsprechend sind nach Ansicht der Experten der "BÖRSE am Sonntag" langfristige Käufe der Aktie von SMT Scharf erwägenswert, wozu eventuelle Schwächephasen gute Einstiegsgelegenheiten bieten. (Ausgabe 10 vom 13.03.2011) (14.03.2011/ac/a/nw)
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