15.10.2007 13:57
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STADA Arzneimittel kaufen (Bankhaus Lampe KG)

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Leslie Iltgen, Analystin vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von STADA Arzneimittel (ISIN DE0007251803/ WKN 725180) unverändert mit "kaufen" ein.

STADA habe wie erwartet (siehe Ad hoc vom 02.07.2007) sehr gute Halbjahresergebnisse geliefert. Der Konzernumsatz sei im ersten Halbjahr 2007 um 27% auf 737,4 Mio. EUR (bzw. 16% adjustiert um die in Serbien akquirierte Hemofarm) gestiegen. Insbesondere das Kernsegment Generika habe mit einem Umsatzplus von 34% auf 554,9 Mio. EUR wesentlich zum Umsatzwachstum beigetragen (75,2% Umsatzbeitrag). Generell sei nach Erachten der Analysten davon auszugehen, dass der Generikabereich auch weiterhin vom zunehmenden Kostendruck in den Gesundheitssystemen und den kontinuierlichen Patentabläufen profitieren werde.

Der Umsatzzuwachs bei den Markenprodukten habe bei 10% auf 142,1 Mio. EUR (19,3% Umsatzbeitrag) gelegen. Die internationalen Geschäftstätigkeiten hätten ebenfalls weiter zugenommen (+35%) und würden aktuell 60,5% des Konzernumsatzes erreichen.

Das operative Ergebnis sei im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres um 36% auf 101,6 Mio. EUR gestiegen. Der Konzerngewinn habe um 38% auf 58,3 Mio. EUR gesteigert werden können. Das Ergebnis je Aktie habe sich auf 1,00 EUR nach 0,79 EUR im ersten Halbjahr 2006 belaufen.

Die Produktpipeline sei weiterhin gut gefüllt. Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres hätten 192 neue Produkte eingeführt werden können. Über die Bioceuticals Arzneimittel AG würden sich auch zwei Biosimilar Produkte in der Entwicklung befinden. Bei Erythropoetin-Zeta sei für die Indikation Dialyse weiterhin von einer Zulassung bis Ende 2007 auszugehen. Mit der Vermarktung des Produktes - beginnend in Deutschland - würden die Analysten ab 2008 rechnen.

Die Finanz- und Vermögenslage des Konzerns zeige sich weiterhin stabil. Die Eigenkapitalquote habe zum 30.06.2007 39,6% betragen. Die Nettoverschuldung habe sich auf 848,9 Mio. EUR belaufen. Für die Akquisition von MAKIZ (Kaufpreis: rund 125 Mio. EUR; Vollkonsolidierung ab 01.09.2007 vorgesehen) seien keine Kapitalmaßnahmen notwendig. Auch nach der MAKIZ-Akquisition sei von einer Eigenkapitalquote von über 30% auszugehen. Sollte es zu darüber hinaus gehenden Akquisitionen kommen, seien aus Sicht der Analysten entsprechende Kapitalmaßnahmen denkbar.

Die Steuerquote habe für das erste Halbjahr bei 30,8% gelegen (38,8% im Vergleichszeitraum 2006). Ein niedriger Körperschaftssteuersatz von 10% in Serbien und eine niedrige Steuerquote von 16,3% in Irland würden sich hierbei positiv auswirken. Auch für das Gesamtjahr 2007 sei von einer Steuerquote auf derzeitigem Niveau auszugehen. Ab dem nächsten Jahr sollte die deutsche Steuerreform einen positiven Effekt auf die Steuerquote haben.

Der Ausblick für das Gesamtjahr 2007 bleibe weiterhin nur qualitativer Natur: "Der Vorstand schätzt die zukünftige Geschäftsentwicklung des STADA-Konzerns weiterhin positiv ein."

Aus Sicht der Analysten sei der Konzern gut aufgestellt, um auch künftig die sich bietenden Marktchancen im In- und Ausland zu nutzen und damit weiter zu wachsen. Die Analysten würden davon ausgehen, dass neben dem rein organischen Wachstum der Ausbau der internationalen Vertriebsstrukturen, insbesondere in den osteuropäischen Ländern, weiter vorangetrieben werde. Der Erwerb passender Produkte oder Unternehmen (Engagements auch im Brand- bzw. "Nischen"-Bereich denkbar) werde weitere Umsatz- und Ertragspotenziale eröffnen.

Vorstellbar seien auch Kooperationen bzw. Joint Ventures wie etwa bei der Wirkstoffproduktion. Mit weiterem Wachstum und einem damit einhergehenden höheren Rohstoffbedarf könnten sich aus Sicht der Analysten Bestrebungen, die gesamte Wertschöpfungskette zu kontrollieren, als durchaus sinnvoll erweisen.

Die Verwaltungskostenquote liege zwar derzeit bei noch nicht ganz zufriedenstellenden 8% (bedingt u. a. durch Hemofarm-Gruppe: 9,4% vom Umsatz und Nizhpharm-Russland: 13,3% vom Umsatz). Jedoch sollte eine Verbesserung in den kommenden ein bis zwei Jahren möglich sein.

Im Bereich der Herstellungskosten dürfte es zu einer weiteren Verschiebung zugunsten der Eigenproduktion kommen (derzeit rund 40% des Volumens in eigener Herstellung und 60% in Lohnherstellung). Über vermehrte Eigenentwicklungen und die Optimierung von Beschaffungskosten könnten zusätzlich positive Effekte generiert werden.

Die jüngsten Restrukturierungen auf der Vertriebsseite seien nach Erachten der Analysten ein Beleg dafür, dass es STADA gelinge, die kontinuierliche Kostenoptimierung und Steigerung der Ertragskraft auch bei sich verändernden Rahmenbedingungen stets im Fokus zu behalten.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe bestätigen ihre "kaufen"-Empfehlung für die Aktie von STADA Arzneimittel sowie ihr Kursziel von 53,00 EUR. (Analyse vom 15.10.2007) (15.10.2007/ac/a/d) Analyse-Datum: 15.10.2007

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