| Kurse + Charts + Realtime | News + Analysen | Fundamental | Unternehmen | zugeh. Wertpapiere | Einfügen in | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kurs + Chart | Chart (groß) | News + Adhoc | Bilanz/GuV | Termine | Zertifikate | Depot |
| Times + Sales | Analysechart (Java) | Analysen | Profil | Optionsscheine | Watchlist | |
| Börsenplätze | Chartvergleich | Research Statis. | Vergleich | Insidertrades | Knock-outs | myfinanzen |
| Orderbuch | Stuttgart Realtime | RSS Feed | Analyse | im Forum | Fonds | |
| Historisch | Realtime Push | IR-Daten | ||||
STADA Arzneimittel kaufen (Bankhaus Lampe KG)
Die nun vorgelegten endgültigen Geschäftszahlen würden alle am 06.03.2008 publizierten vorläufigen Ergebnisse bestätigen. Beim Umsatz und beim operativen Ergebnis hätten die Zahlen etwas über den Erwartungen der Analysten gelegen. Beim Konzerngewinn hingegen hätten ihre Schätzungen über dem tatsächlichen Ergebnis gelegen. Die Ergebnisse seien von hohen einmaligen Sondereffekten bestimmt gewesen. 28,1 Mio. EUR seien dabei wie erwartet auf die Restrukturierungsmaßnahmen im deutschen Generikavertrieb entfallen.
Hinzu gekommen sei eine Belastung in Höhe von 35,3 Mio. EUR, die sich aus außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Finanzanlagen ergeben habe und höher ausgefallen sei als von den Analysten geschätzt. Weitere 6,2 Mio. EUR seien auf die getätigten bzw. geplanten Akquisitionen zurückzuführen.
Diesen Sondereffekten hätten insgesamt 8,1 Mio. EUR an Entlastung unter anderem resultierend aus Buchgewinnen durch Desinvestitionen gegenübergestanden. Damit habe die saldierte Belastung vor Steuern bei 61,5 Mio. EUR bzw. bei 41,6 Mio. EUR nach Steuern gelegen. Das Niveau an einmaligen Sondereffekten habe über dem des Vorjahres von 18 Mio. vor bzw. 10,3 Mio. EUR nach Steuern gelegen. Die Steuerquote habe mit 29,2% unter den Erwartungen der Analysten gelegen. Insgesamt habe sich damit ein Ergebnis je Aktie von 1,80 EUR (2007e: 2,10 EUR ohne bzw. 1,80 EUR abzüglich Sonderbelastung) ergeben.
Noch stehe Serbien bezogen auf den Konzerumsatzbeitrag mit 145,1 Mio. EUR Umsatz an zweiter Stelle hinter Deutschland. Doch die Analysten vom Bankhaus Lampe gehen davon aus, dass das hohe zweistellige Wachstum in Russland (2007: 133,8 Mio. EUR) eine Änderung der Rangfolge in 2008 bringen wird. Russland würde demzufolge zum zweitgrößten Markt gemessen am Umsatz.
Die rückläufige Umsatzentwicklung in Belgien (2007: -7% auf 101,8 Mio. EUR) und der für 2008 absehbare deutlichere Ertragsrückgang in Großbritannien (+21% auf 75,7 Mio. EUR) würden aus Sicht der Analysten aktuell die einzigen Wermutstropfen darstellen. In Belgien werde die Verschreibung von Generika derzeit nicht nennenswert incentiviert. Bis sich die Regierungsverhältnisse stabilisieren würden, erwarte man keine Trendwende.
In Großbritannien müsse in 2008 nun auch für Nischenprodukte mit einer deutlichen Intensivierung der lokalen Wettbewerbssituation und dadurch auch mit einem signifikanten Preisdruck gerechnet werden. Positiv werte man dabei, dass das durch die Akquisition von Forum Bioscience erst jüngst ins Produktportfolio aufgenommene "APO-go" (Jahresumsatz: rund 21 Mio. EUR) zur Behandlung von Parkinson hiervon ausgenommen sei.
Unverändert stark gefüllt zeige sich das Produktportfolio von STADA. Insgesamt habe STADA im abgelaufenen Geschäftsjahr 424 neue Produkte eingeführt. Zu den Top 3 Generika Wirkstoffen würden das Magentherapeutikum Omeprazol (+42% auf 111,4 Mio. EUR), der Lipidsenker Simvastatin (2007: +6% auf 45,1 Mio. EUR) und der ACE-Hemmer Enalapril (2007: +62% auf 35,1 Mio. EUR) gehören.
Bei den Markenprodukten würden das Erkältungsmittel Grippostad (2007: +23% auf 24 Mio. EUR), das zur topischen Schmerz- und Traumabehandlung eingesetzte Mobilat (2007: +37% auf 19,3 Mio. EUR) und das Venentherapeutikum Hirudoid (2007: +75% auf 14 Mio. EUR) zu den Top 3 gehören.
Zum Produktportfolio gehöre auch das Biosimilar Erythropoetin-Zeta (Indikationen Nephrologie und Onkologie), für das STADA im Dezember 2007 die EU-Zulassung erhalten habe. Mit der Vermarktung unter dem Namen "Silapo" sei bereits begonnen worden.
Die Umsatzerwartung für Deutschland liege bei rund 20 Mio. EUR nach dem dritten Marketingjahr. In den übrigen EU-Staaten halte Hospira die exklusiven Vertriebsrechte von Epo-zeta. Für alle anderen Länder habe Hospira ein so genanntes Erstzugriffsrecht auf eine lokale Epo-zeta-Vertriebslizenz ("right of first refusal").
In Serbien und Russland habe STADA die Möglichkeit, über eigene Tochtergesellschaften das Präparat semi-exklusiv zu vertreiben. Da STADA nun auch für Serbien die Zulassung erhalten habe, könne auch hier mit der Vermarktung begonnen werden. Da es sich aber aus Sicht der Analysten um einen eher kleinen Markt handle, habe dies keinen wesentlichen Einfluss auf die Konzernumsatzerwartung für das laufende Geschäftsjahr. Die Vermarktung von Epo-zeta im größeren und stark wachsenden russischen Markt würde sich dagegen positiv auf die Umsatzschätzungen der Analysten auswirken. Jedoch würden sie hier erst ab 2009 mit einer Zulassung rechnen.
In 2007 habe durch die kontinuierliche Kostenoptimierung die stete Preiserosion (in 2007: rund 4% des Konzernumsatzes) aufgefangen und die Profitabilität weiter verbessert werden können. Auch für 2008 erwarten die Analysten vom Bankhaus Lampe eine Fortsetzung dieses Trends und gehen auf der Kostenseite von einem Rückgang bei den Herstellungs-, Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten aus. Dazu beitragen dürfte mitunter die planmäßige Verschiebung aus Lohnherstellung zu eigenen "low cost"-Produktionseinheiten (Vietnam), vermehrte Eigenentwicklungen (damit Reduzierung der Kosten des Rohstoffbezugs), Optimierung von Beschaffungskosten (etwa durch API-Sourcing in "low-cost"-Länder und zunehmende Skaleneffekte durch gut etablierte Vertriebsstrukturen in wichtigen Ländern).
Der Anstieg bei der Nettoverschuldung von 773 Mio. EUR auf 958,5 Mio. EUR sei primär auf die kreditfinanzierten Akquisitionen der MAKIZ-Gruppe und der Forum Bioscience-Gruppe zurückzuführen gewesen. Die Nettoverschuldung betrage damit rund 3x das bereinigte EBITDA des abgelaufenen Geschäftsjahres. Mit noch offenen Kreditlinien von rund 500 Mio. EUR verfüge STADA im Vergleich zu einigen Wettbewerbern über einen komfortablen Finanzierungsrahmen. Sollten jedoch größere Akquisitionen mit einem Transaktionsvolumen von über 500 Mio. EUR getätigt werden, könnte eine Kapitalerhöhung nach Erachten der Analysten näher in den Fokus rücken. Mögliche Akquisitionsziele könnten sich in der Ukraine bzw. Polen befinden. Jedoch gehe man nicht von einer konkreten Umsetzung vor der Hauptversammlung am 10 Juni aus.
Nach Schätzungen der Analysten werde der Generika-Markt in Europa mit rund 11% jährlich auch weiterhin attraktiv wachsen. Die zunehmende Generikapenetration durch den Kostendruck in den verschiedenen Gesundheitssystemen und die automatische Markterweiterung durch kontinuierliche Patentabläufe würden zum weiteren Wachstum beitragen. Neben der Positionierung in Wachstumsmärkten verfüge STADA auch über eine gut gefüllte Produktpipeline und breit angelegte internationale Vertriebsstrukturen.
Durch die kontinuierliche Kostenoptimierung und eine für 2008 erwartete - im Vergleich zu 2007 - aktivere Akquisitionspolitik sollte der Konzern aus Sicht der Analysten auch weiterhin dynamisch und profitabel wachsen. Das Management strebe im Zuge dessen auch eine bessere Positionierung unter den weltweit führenden Generika-Anbietern an. Derzeit rangiere STADA gemessen am Umsatz noch auf Rang 7. Eine Verbesserung auf Rang 5 oder sogar 4 innerhalb der nächsten 3 Jahre sollte erreichbar sein.
Ihre Schätzungen hätten die Analysten leicht nach oben angepasst - nicht zuletzt auch aufgrund der zu erwartenden sinkenden Steuerquote. Für 2008 würden sie von einem Ergebnis je Aktie von 2,91 EUR statt wie bislang geschätzt von 2,84 EUR ausgehen. Für 2009 würden sie ein Ergebnis je Aktie von 3,51 EUR statt bislang in Höhe von 3,47 EUR erwarten.
Ihre Kaufempfehlung für die STADA Arzneimittel-Aktie behalten die Analysten vom Bankhaus Lampe unverändert bei. Zusätzliches Aufwärtspotenzial für den Aktienkurs könnte sich aus ihrer Sicht bei sich verdichtender Übernahmefantasie ergeben. STADA stelle aus Sicht der Analysten unverändert auch ein attraktives Übernahmeziel dar. Das Kursziel werde von 53,00 EUR auf 57,00 EUR angehoben. (Analyse vom 31.03.2008) (31.03.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 31.03.2008
| 24.07.2008 | STADA Stopp bei 41,50 Euro platzieren | Focus Money | |
| 22.07.2008 | STADA Arzneimittel add | WestLB AG | |
| 21.07.2008 | STADA Arzneimittel akkumulieren | AC Research | |
| 10.07.2008 | STADA buy | SEB AG | |
| 03.07.2008 | STADA Arzneimittel unter 40 Euro interessant | Nebenwerte Journal |
Aktien in diesem Artikel
| STADA Arzneimittel | 46,8 | -3,3% |
| 25.07.08 | Fresenius Medical Care overweight | |
| 25.07.08 | Software AG overweight | |
| 25.07.08 | Volkswagen interessant | |
| 25.07.08 | adidas neutral | |
| 24.07.08 | Software AG per Kauflimit einsteigen | |
| 24.07.08 | Deutsche Post Selected List | |
| 24.07.08 | Volkswagen Halteposition | |
| 24.07.08 | Allianz neues Kursziel | |
| 24.07.08 | Münchener Rück neues Kursziel |
![]() | |
![]() | |
![]() |
|


















