Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Manfred Jakob, Analyst der SEB, bewertet die Aktie von STADA (ISIN DE0007251803/ WKN 725180) mit dem Rating "hold".
STADA habe bei einem Umsatzminus von 6% auf 376 Mio. EUR einen Gewinnrückgang von 20% hinnehmen müssen. Bereinigt um Akquisitions- und Desinvestitionseffekte sowie um Währungseffekte und Zinssicherungsgeschäfte sei der Umsatz um 4% gestiegen und der Konzerngewinn um 13% gesunken. Operativ sei der Gewinn um 14% auf 48,6 Mio. EUR gefallen. Per saldo hätten die Q1-Daten im Rahmen bzw. teils leicht über den Erwartungen gelegen. Für STADA selbst seien sie im oberen Planbereich.
Das Haus sehe trotz des herausforderndes Umfeldes und weiteren Belastungen aus der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise zugleich Chancen. Das Geschäftsmodell des Hauses sei nachhaltig und zukunftsfähig. Der CEO sehe vor allem längerfristig weiteres Wachstumspotenzial. Kurzfristig sei entscheidend, ob nicht nur in wichtigen Schlüsselmärkten wie in Deutschland, Russland und Serbien das Haus operativ wieder wachsen könne, sondern ob auch nicht operative Einflussfaktoren wie Währungsrelationen sich weiterhin negativ entwickeln würden.
Trotz der anhaltende Wirtschafts- und Finanzkrise und erneut negativer Sonderfaktoren habe sich STADA im ersten Quartal 2009 gut geschlagen. Währungsbereinigt fasse das Unternehmen wieder Tritt. Dies sei auch Beweis dafür, dass das Geschäftsmodell langfristig intakt sei. STADA habe alle Voraussetzungen, um die noch anstehenden Belastungen zu meistern. Es sei mit seinen Produkten breit aufgestellt und somit gut positioniert. STADA dürfte von dem größer werdenden Kuchen bei auslaufenden Patenten einen relativ großen Marktanteil abbekommen, v. a. im Inland. Aus diesem Grunde sei das Haus auch immer interessant für mögliche Aufkäufer gewesen (aktuell derzeit keine Sonder-Fantasie). Die internationalen Aktivitäten dürften mittelfristig - nach Beendigung der Krise - wieder stärker wachsen. Währungsbereinigt habe in Q1 das russische Geschäft trotz der Verwerfungen operativ beachtliche Fortschritte gezeigt.
Im ersten Quartal habe es Enttäuschungen gegeben, die vor allem auf negative Währungseinflüsse - Absturz des Rubels und serbischen Dinars - zurückzuführen seien. Ferner Belastungen aus Zinssicherungsgeschäften. Im Generikageschäft müsse per saldo mit weiterem Margendruck gerechnet werden. Der OTC-Bereich könnte stärker als erwartet unter der Rezession leiden. Derzeit gebe es mit der Finanzkrise und zwei zu erwartenden Verkäufen im Sektor (Ratiopharm, Actavis) kaum Sonderfantasie.
Die Wachstumsaussichten würden zunächst eingeschränkt bleiben, aber insgesamt dürfte STADA das schwierige Jahre 2009 dank der guten Positionierungen ganz gut meistern.
Die Analysten der SEB stufen die STADA-Aktie mit "hold" ein. Das Kursziel würden sie von 13 auf 19 EUR anheben. (Analyse vom 22.05.2009) (22.05.2009/ac/a/d)
Analyse-Datum: 22.05.2009