14.11.2007 15:30
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STADA kaufen (Bankhaus Lampe KG)

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Die Analystin vom Bankhaus Lampe, Leslie Iltgen, stuft die STADA-Aktie (ISIN DE0007251803/ WKN 725180) unverändert mit "kaufen" ein.

Trotz des - bereits bekannten - Einmalaufwands für die Restrukturierung des deutschen Generika-Vertriebs (29,2 Mio. EUR) sei es STADA gelungen, Umsatz und Ergebnis zweistellig zu steigern. Das Kernsegment Generika habe im Berichtszeitraum einen Umsatzanstieg von +32% auf 821,5 Mio. EUR verzeichnet und habe damit 75,4% zum Konzernumsatz beigetragen.

Bei den Markenprodukten habe das Umsatzwachstum bei +9% auf 208,2 Mio. EUR gelegen. In Deutschland, dem nach wie vor größten Markt für STADA, hätten die Umsätze um +19% auf 416,4 Mio. EUR zugelegt. Die nach Einführung des GKV-WSG gestiegene Anzahl an Rabattverträgen habe zudem bei der rabattvertragsorientierten Generika-Vertriebslinie des STADA-Konzerns ALIUD PHARMA zu kräftigen Umsatzsteigerungen (+65% auf 140,4 Mio. EUR) geführt. Ab 2008 würden STADApharm und STADA Medical im Rahmen der Restrukturierung der Vertriebstätigkeiten gebündelt - mit Verzicht auf arztbezogene Vertriebsmitarbeiter. Der Marktanteil in Deutschland habe von 9,2% im Vorjahreszeitraum auf nunmehr 10,7% gesteigert werden können.

Die zunehmende Internationalisierung des Unternehmens zeige sich an den außerhalb Deutschlands erzielten Umsätzen, die mittlerweile einen Anteil von 61,8% am Konzernumsatz hätten. In Serbien, dem zweitgrößten nationalen Markt, sei STADA mit Hemofarm (Umsatz 9M: 98,3 Mio. EUR) Marktführer im gesamten serbischen Pharmamarkt. Weiterer wichtiger Wachstumsmarkt für das Unternehmen sei Russland. Die Konzernpräsenz sei hier jüngst durch die Akquisition der russischen Pharmagruppe MAKIZ ausgebaut worden (seit 01.09.2007 in der STADA-Gruppe konsolidiert). Die Umsatzsteigerung in Russland habe bei +46% auf nun 84,5 Mio. EUR gelegen. Auch in Frankreich (+13% auf 59,3 Mio. EUR) und Großbritannien (+24% auf 36,5 Mio. EUR), sowie Österreich (+32%), Portugal (+28%), der Ukraine (+41%) und Finnland (+18%) habe der Umsatz zweistellig gesteigert werden können.

Mit dem Erwerb von Forum Bioscience in Großbritannien (GB) (seit 01.10.2007 konsolidiert) habe STADA die vertriebliche Präsenz im Berichtszeitraum weiter ausgebaut. In Spanien und Italien hätten die Umsätze ein einstelliges Wachstum gezeigt. In Belgien sei erst einige Zeit nach der Etablierung einer neuen Regierung mit einer Verbesserung der Marktbedingungen zu rechnen. Hier habe das Umsatzwachstum lediglich bei +1% auf 77,1 Mio. EUR gelegen.

Die Produktpipeline von STADA sei nach wie vor gut gefüllt. Dies gelte auch für weitere Neueinführungen mit Schwerpunkt im Generika-Segment. Im Berichtszeitraum habe das Unternehmen insgesamt 270 Neueinführungen vorweisen können. Im laufenden Quartal habe die deutsche Vertriebsgesellschaft STADApharm als erster Anbieter im deutschen Markt ein Generikum mit dem Wirkstoff Olanzapin zur Behandlung von Schizophrenie mit einem geschätzten Marktvolumen in Deutschland von über 200 Mio. EUR p.a. einführen können. Hinzu komme auch die Entwicklung von Biosimilars. Für Erythropoetin-zeta (Epo-zeta) habe STADA im Oktober dieses Jahres eine "positive opinion" von der zuständigen EU-Zulassungsbehörde EMEA für die Indikationen Nephrologie und Onkologie erhalten. Damit könne noch im laufenden Jahr mit einer EU-weiten Zulassung gerechnet werden. Zudem habe auch in Serbien eine Zulassung erlangt werden können. Mit der Vermarktung könne ab dem ersten Quartal 2008 gerechnet werden. Für den Heimatmarkt würden die Analysten im ersten Schritt von einem geschätzten Umsatzpotenzial in Höhe von rund 20 Mio. EUR ausgehen.

Die aktive Akquisitionspolitik des Konzerns werde auch künftig zu einer Beschleunigung des Konzernwachstums beitragen. Dabei dürfte insbesondere die weitere Erschließung der Märkte Osteuropas im Vordergrund stehen. Darüber hinaus seien auch Akquisitionen zum Ausbau und zur Arrondierung des Produktportfolios denkbar. Mit zunehmender Größe des Unternehmens würden auch Kooperationen etwa bei der Wirkstoffproduktion möglich. Ein ausreichender Finanzierungsrahmen könnte durch entsprechende Kapitalmaßnahmen geschaffen werden.

Trotz zahlreicher regulatorischer Eingriffe und des sich verschärfenden Kostendrucks würden die Analysten davon ausgehen, dass es STADA auch künftig gelingen werde, sich den schnell ändernden Rahmenbedingungen flexibel anzupassen, neue Marktchancen zu nutzen (bspw. Eintritt in neue Wachstumsmärkte aber auch Produktakquisitionen), die Abhängigkeit vom Heimatmarkt weiter zu verringern und durch eine kontinuierliche Kostenoptimierung weiter profitabel zu wachsen.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe behalten ihre Anlageempfehlung für die STADA-Aktie mit "kaufen" bei und das Kursziel von 53 EUR bleibt unverändert. (Analyse vom 14.11.2007) (14.11.2007/ac/a/d)
Analyse-Datum: 14.11.2007

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