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Wie von den Analysten erwartet sei STADA moderat ins neue Jahr gestartet. Die Zahlen hätten zwar etwas unter den Erwartungen der Analysten gelegen. Doch zeige das Unternehmen mit den für das erste Quartal vorgelegten Ergebnissen, dass es gelinge, trotz des in einigen Märkten schwieriger gewordenen Marktumfelds bei Umsatz und Ertrag weiter deutlich zu wachsen. Die wichtigsten Eckdaten würden sich wie folgt darstellen: Umsatz: +11% auf 399 Mio. EUR, EBIT: +18% auf 57,7 Mio. EUR und Konzerngewinn: +16% auf 31,3 Mio. EUR.
Die internationalen Umsätze seien im Vergleich zum Konzernumsatz mit einem Plus von 17% auf 252,9 Mio. EUR erneut überproportional angestiegen und würden mittlerweile über 60% des Konzernumsatzes ausmachen. Die Abhängigkeit vom deutschen Heimatmarkt sinke weiter.
Das größere Segment Generika habe einen nur schwachen Umsatzanstieg in Höhe von 1% auf 269,4 Mio. EUR gezeigt. Auch die Segmentmarge sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 16,1% rückläufig (17,3%) gewesen.
Bei den Markenprodukten hingegen habe der Umsatzanstieg mit 20% auf 88,6 Mio. EUR deutlich darüber gelegen. Die operative Segmentmarge sei jedoch von 14,5% im ersten Quartal 2007 auf nun 13,7% zurückgegangen.
Der Generika-Umsatz in Deutschland sei um -5% auf 109,4 Mio. EUR zurückgegangen. Die Umsatzentwicklung beim Vertriebslabel Aliud Pharma (Vertrieb über Mailing-Konzepte und ohne Außendienst) sei erwartungsgemäß positiv (+38% auf 55,1 Mio. EUR) gewesen. STADApharm hingegen, die seit Ende letzten Jahres ohne arztbezogenen Außendienst agiere, habe einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen (-28% auf 50 Mio. EUR) müssen. Positiv würden die Analysten jedoch werten, dass STADApharm im zweiten Quartal mit etlichen regionalen AOK's für neue Bundesländer Rabattverträge habe abschließen können. Das potenzielle Umsatzvolumen liege bei 644 Mio. EUR.
Vor diesem Hintergrund würden die Analysten ab dem zweiten Quartal - noch stärker aber ab der zweiten Jahreshälfte - von einer deutlichen Dynamisierung bei der Umsatzentwicklung ausgehen. Die Einführung des Biosimilars silapo (Epo-Zeta) zum 1. Februar dieses Jahres dürfte auch beim Generika-Vertriebs-Label cell pharm zu einer leichten Belebung bei der Umsatzentwicklung führen - das Umsatzpotenzial liege bei rund 20 Mio. Euro ab dem dritten Marketingjahr.
Ein Risiko für die weitere Umsatz- und Ertragsentwicklung könnte die ab 1.6.2008 zu erwartende Festsetzung neuer Festbeträge und Zuzahlungsbefreiungsgrenzen darstellen, wenn die STADA-Vertriebsgesellschaften auf wettbewerblichen Druck hin die Preise der betroffenen Produkte unter die dann geltenden Grenzen absenken müssten. Insgesamt seien die Analysten derzeit noch zuversichtlich, dass das deutsche Generikageschäft in 2008 - trotz Umsatzrückgang in Q1 - insgesamt gegenüber dem Vorjahr zulegen könne.
In Belgien habe wie erwartet ebenfalls ein Umsatzrückgang (-5% auf 24,8 Mio. EUR) aufgrund der fehlenden Incentivierung von Generika hingenommen werden müssen. Mit der nun etablierten neuen Regierung könnten wieder entsprechende Maßnahmen zur Belebung des Generika-Marktes erfolgen. Sollte dies der Fall sein, würde auch das STADA-Generika-Geschäft hiervon profitieren.
In Spanien habe sich der Umsatz um 3% auf 16,3 Mio. EURreduziert. Ursache hierfür seien der starke Rabattwettbewerb und weitere regulatorisch bedingte Preiskürzungen gewesen. Dies dürfte auch weiter anhalten, sodass die Analysten nicht von einer wesentlichen Verbesserung bei der Umsatz- und Ertragsentwicklung ausgehen würden.
In Großbritannien stehe STADA mit seinen Produkten - vor allem im Nischenbereich – derzeit aufgrund des gestiegenen Wettbewerbs unter deutlichem Preisdruck. Dies dürfte sich nach Erachten der Analysten auch in naher Zukunft nicht ändern. Was den ausstehenden Verkauf der Forum Products angehe, so würden die Analysten davon ausgehen, dass es STADA gelingen sollte, diesen bis Jahresmitte abzuschließen.
Positiv würden die Analysten die anhaltend starke Umsatzentwicklung in Osteuropa werten. In Serbien seien die Umsätze um 8% (in lokaler Währung) auf 32,7 Mio. EUR gestiegen. In Russland seien die Umsätze um 76% (in lokaler Währung und inkl. der im Konzern konsolidierten Makiz-Pharma mit 9,7 Mio. EUR) auf insgesamt 35,1 Mio. EUR angestiegen. Damit stelle Russland nach Deutschland nun den zweitgrößten nationalen Markt für STADA dar.
Auch in Frankreich habe STADA organisch weiter stark wachsen können. Die Umsätze hätten um 16% auf 18,1 Mio. EUR zugelegt.
Nach den Schätzungen der Analysten werde der Generika-Markt in Europa mit rund 11% jährlich auch weiterhin attraktiv wachsen. Die zunehmende Generikapenetration durch den Kostendruck in den verschiedenen Gesundheitssystemen und die automatische Markterweiterung durch kontinuierliche Patentabläufe würden zum weiteren Wachstum beitragen. Neben der Positionierung in Wachstumsmärkten verfüge STADA auch über eine gut gefüllte Produktpipeline und breit angelegte internationale Vertriebsstrukturen. Durch die kontinuierliche Kostenoptimierung und eine für 2008 erwartete - im Vergleich zu 2007 - aktivere Akquisitionspolitik sollte der Konzern aus Sicht der Analysten auch weiterhin dynamisch und profitabel wachsen.
Das Management strebe im Zuge dessen auch eine bessere Positionierung unter den weltweit führenden Generika-Anbietern an. Derzeit rangiere STADA gemessen am Umsatz noch auf Rang 7. Eine Verbesserung auf Rang 5 oder sogar 4 innerhalb der nächsten 3 Jahre sollte erreichbar sein. In Deutschland sollte der Marktanteil trotz erschwerter Rahmenbedingungen weiter gesteigert werden können. Im ersten Quartal 2008 habe der Marktanteil bei 11,3% gelegen. Für das laufende Geschäftsjahr würden die Analysten eine Steigerung auf etwas über 12% erwarten. Ihre Schätzungen hätten sie leicht nach unten korrigiert.
Ihre Kaufempfehlung für die STADA-Aktie behalten die Analysten vom Bankhaus Lampe unverändert bei. Zusätzliches Aufwärtspotenzial für den Aktienkurs könnte sich aus Sicht der Analysten bei sich verdichtender Übernahmefantasie ergeben. STADA stelle aus ihrer Sicht unverändert auch ein attraktives Übernahmeziel (bspw. durch Teva) dar. Das Kursziel von 57 EUR werde beibehalten. (Analyse vom 15.05.2008) (15.05.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 15.05.2008
| 19.11.2008 | STADA strong buy | SEB AG | |
| 18.11.2008 | STADA Arzneimittel neues Kursziel | Merrill Lynch & Co., Inc. | |
| 17.11.2008 | STADA Arzneimittel kaufen | Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) | |
| 17.11.2008 | STADA kaufen | Bankhaus Lampe KG | |
| 13.11.2008 | STADA kaufen | Independent Research GmbH |
Aktien in diesem Artikel
| Stada | 19,6 | -2,0% |
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