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Salzgitter interessant (DaxVestor)
Die gesunde Mischung des Konzerns, der im Wesentlichen aus den Bereichen Stahl, Röhren, Handel und Technologie bestehe, sei der Garant für eine nachhaltige Geschäftsentwicklung. Ein hoher Cashbestand von rund zwei Milliarden Euro gebe zusätzlich Sicherheit und zudem Spielraum für die weitere Gestaltung des Unternehmens.
Bei der Vorlage der Jahreszahlen für 2007 habe Salzgitter daher auch positiv zu überraschen gewusst. Der Umsatz sei auf 10,19 (8,45) Mrd. Euro gestiegen, der Jahresüberschuss habe stolze 905 Mio. Euro erreicht. Diese seien zwar hinter dem 2006er Ergebnis von 1.510 Mio. Euro zurückgeblieben, allerdings sei darin ein einmaliger Sonderertrag in Höhe von 907 Mio. Euro durch den Verkauf der Vallourec-Beteiligung enthalten.
Die Auftragslage sei gut. Nach einem schwächeren 4. Quartal 2007 seien die Auftragsbücher vor allem im boomenden Bereich Röhren wieder voll. Dies hänge mit dem wachsenden Öl- und Gasverbrauch der Schwellenländer zusammen. Experten würden das weltweite Umsatzpotenzial mit Röhren bis 2013 auf rund 400 Mrd. USD schätzen. Dies würde für Pipelines mit einer Gesamtlänge von 200.000 Kilometer reichen. Dabei seien die Herstellung des Stahls für die Röhren sowie die Verschweißung technisch sehr anspruchsvoll.
Gerade im sensiblen Energiebereich entscheide die Qualität über den Geschäftserfolg. Salzgitter sei zusammen mit der 50 Prozent-Tochter EUROPIPE der weltgrößte Hersteller von Pipelines. 2007 seien 1,3 Mio. Tonnen produziert worden. Auf Platz zwei folge Welspun (Indien, 1,0 Mio. Tonnen), gefolgt von JFE (Japan, 0,7 Mio. Tonnen).
Zwar seien die Kosten für Rohstoffe und Energie in den letzten Jahren deutlich gestiegen, ebenso aber auch die Preise für Stahl und die Endprodukte. Habe eine Tonne Stahlrohre mit 50 cm Durchmesser vor zwei Jahren noch 1.000 USD gekostet, so müssten heute zwischen 1.500 USD und 2.000 USD bezahlt werden.
Das internationale Eisen- und Stahlinstitut (IISI) erwarte 2008 einen Rekord beim weltweiten Stahlverbrauch. Vor allem die BRIC-Staaten seien für das Wachstum verantwortlich. Sogar im krisengebeutelten Nordamerika sehe das IISI eine Trendwende. Nach einem Rückgang von neun Prozent im letzten Jahr solle der Stahlverbrauch 2008 wieder um 1,9 Prozent wachsen.
Die Sorgen des Marktes über die Margen am Stahlmarkt könnten daher übertrieben sein. Der Salzgitter-Konzern selbst habe für das laufende Geschäftsjahr eine sehr konservative Schätzung mit einem erwarteten Ergebnis vor Steuern von 800 Mio. Euro bis 950 Mio. Euro abgegeben. Damit folge das Unternehmen seiner konservativen Tradition und schaffe Spielräume für positive Überraschungen.
Ein weiterer Pluspunkt sei eine mögliche Aufnahme der Salzgitter-Aktie in den DAX. Der nächste Verkettungstermin finde im Juni statt. Schon jetzt erfülle Salzgitter die für eine DAX-Aufnahme notwendigen Kriterien bei Marktkapitalisierung und Umsatz. Mit K+S gebe es nur einen ernsthaften Konkurrenten um den DAX-Aufstieg. Potenzielle Absteiger gebe es mit Infineon, Hypo Real Estate und TUI gleich mehrere. Zwar sei eine DAX-Aufnahme nicht sicher, aber möglich.
Salzgitter ist einer der Profiteure des Rohstoffbooms und des ungebrochenen Wachstums in den BRIC-Staaten, dies sollte sich auch 2008 und 2009 positiv auf die Geschäftszahlen auswirken, so die Experten vom "DaxVestor". (Analyse vom 22.04.2008) (22.04.2008/ac/a/d) Analyse-Datum: 22.04.2008
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