New York (aktiencheck.de AG) - Jeffrey Largey, Analyst von J.P. Morgan Securities, stuft die Aktie von Salzgitter (ISIN DE0006202005/ WKN 620200) nach wie vor mit "neutral" ein.
Für den Fall, dass es ArcelorMittal gelingen sollte, in Europa deutlich bessere Preise bei langfristigen Kontrakten durchzusetzen, dürften auch die anderen europäischen Stahlproduzenten, hierunter ThyssenKrupp und Salzgitter, nachziehen. Dies würde zu beträchtlichen Änderungen bei den Gewinnprognosen für das laufende Jahr und bei der Bewertung des Sektors führen. Nach Ansicht von J.P. Morgan Securities dürfte Salzgitter jedoch stärker von den höheren Preisen profitieren als ThyssenKrupp, da ThyssenKrupp aufgrund der Konglomeratsstruktur weniger anfällig für schwankende Stahlpreise sei.
Für das laufende Geschäftsjahr 2008 laute die EPS-Prognose von J.P. Morgan Securities für Salzgitter auf 14,60 EUR. Für das Geschäftsjahr 2009 sei die EPS-Schätzung von 14,15 EUR auf 15,20 EUR heraufgesetzt worden. Derzeit sei es allerdings noch zu früh, um die Effekte neuer Preise genau abschätzen zu können. Aktuell werde die Salzgitter-Aktie bei einem 2008-KGV von 8,9 gehandelt. Diese Bewertung halte man nicht für überzeugend, allerdings sei das Abwärtspotenzial der Aktie aufgrund der starken Bilanz von Salzgitter nur begrenzt. Das Kursziel der Aktie sehe man bei 143,00 EUR.
Vor diesem Hintergrund halten die Analysten von J.P. Morgan Securities an ihrer neutralen Bewertung für die Salzgitter-Aktie fest. (Analyse vom 05.06.08)
(05.06.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 05.06.2008