Wien (aktiencheck.de AG) - Vladimira Urbankova und Günther Artner, Analysten der Erste Bank, empfehlen bei der Aktie von Sanochemia (ISIN AT0000776307/ WKN 919963) weiter abzuwarten.
Die Gesellschaft habe diese Woche die endgültigen Jahreszahlen für das Geschäftsjahr 2006/07 bekannt gegeben. Aufgrund geringerer Milestone-Zahlungen sei es im Vorjahresvergleich zu einem Umsatzrückgang auf EUR 29,6 Mio. (VJ: 30,3) gekommen. Hauptumsatzträger seien Synthese-Wirkstoffe aus der Produktion und Scanlux, das stärkste Einzelprodukt aus der Palette der Röntgenkontrastmittel im Bereich Humanpharmazeutika. Diese beiden Kernsegmente hätten gegenüber dem Vorjahresvergleich eine deutliche Umsatzsteigerung und erneut positive Ergebnisbeiträge vorweisen können.
Das Geschäftsfeld F&E hingegen habe im gegenständlichen Geschäftsjahr geringere Lizenzeinnahmen und höhere Kosten, zurückzuführen auf den einmaligen Wertberichtigungsbedarf der AlcaSynn-Beteiligung und gestiegener Entwicklungskosten für Projekte aus dieser Beteiligung, verbucht. Demnach habe das EBITDA EUR -1,8 Mio. (VJ: 6,0) und das EBIT von EUR -5,5 Mio. (VJ: 2,2) erreicht. Nach Abzug von Steuern sei ein Ergebnis von EUR -5,0 Mio. (VJ: 3,0) erreicht worden, je Aktie werde ein Betrag von EUR -0,44 (VJ: 0,29) ausgewiesen.
Die publizierten Jahreszahlen seien in etwa im Rahmen der schon früher publizierten vorläufigen Ergebnisse gewesen. Für das aktuelle Geschäftsjahr 2007/08 rechne die Gesellschaft mit steigenden Umsätzen, beim EBIT könne aufgrund der hohen Unsicherheiten noch keine konkrete Guidance gegeben werden.
Die Analysten der Erste Bank raten Investoren bei der Aktie von Sanochemia weiter abzuwarten, da aufgrund der Restrukturierungen in der Firma noch diverser, möglicherweise negativer Newsflow anstehen könnte. Aufgrund der Vielzahl an stark zurückgekommenen Blue-Chip-Aktien an der Wiener Börse würden die Analysten aktuell viele andere Aktien mit besseren Perspektiven sehen. (Analyse vom 01.02.2008) (01.02.2008/ac/a/a)
Analyse-Datum: 01.02.2008