Helaba Trust stuft am 23. März die Aktie der italienischen Bank Sanpaolo IMI S.p.A. weiterhin mit "Verkaufen" ein.
Der von Sanpaolo IMI im Geschäftsjahr 2004 erwirtschaftete Konzerngewinn
habe mit 1,393 Mrd. Euro die Prognosen der Analysten übertroffen. Hierzu hätten maßgeblich die
niedrigere Steuerquote und der überraschend starke Rückgang der Risikovorsorge
beigetragen. Gleichzeitig habe das Handelsergebnis im vierten Quartal einen
unerwartet kräftigen Anstieg verbucht. Ansonsten habe die operative Entwicklung
den Analystenerwartungen entsprochen. Positiv hätten sich die anhaltend robusten Nettomittelzuflüsse
im Asset Management auf die Ergebnisrechnung ausgewirkt. Der Provisionsüberschuss
habe zudem vom gesteigerten Absatz von Versicherungspolicen profitiert.
Enttäuschend habe sich hingegen das Zinsergebnis entwickelt. Insbesondere
im vierten Quartal habe sich der anhaltende Margendruck deutlich bemerkbar gemacht.
Nicht zuletzt aufgrund der rückläufigen Verwaltungsaufwendungen (Personalreduzierung
um 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr) habe sich die Kostenquote von
69,7 Prozent im Vorjahr auf 66,6 Prozent verbessert, sei aber dennoch deutlich über der vergleichbarer
Institute (UniCredito: 53 Prozent) geblieben. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern habe
sich von 9,0 Prozent auf 12,6 Prozent verbessert.
Da sich die operative Entwicklung wegen des schwierigen Margenumfelds zunehmend
abzuschwächen scheine, werden die Analysten ihre Gewinnprognosen für
2005 und 2006 trotz des höher als erwartet ausgefallenen Ergebnisausweises
voraussichtlich kaum verändern, zumal das starke Handelsergebnis des Abschlussquartals
nicht ohne Weiteres auf die Folgequartale übertragen werden
könne. Weil die Aktie vergleichsweise ambitionierte Bewertungsrelationen
(2006er KGV: 13,8; UniCredito: 10,5) aufweise, raten die Analysten vorerst weiterhin zum
Verkauf des Papiers.