Die Nord LB empfiehlt die Aktie des deutschen Biotechnologieunternehmens Sartorius AG in einer Analyse vom 26. April unverändert zu "Kaufen". Das Kursziel wird weiterhin mit 21 Euro angegeben.
Das Unternehmen habe seinen Umsatz im ersten Quartal 2005 um 3,4 Prozent auf 111,8 Mio. Euro gesteigert, was im Rahmen der Erwartungen der Analysten gelegen habe. Dabei hätten sich beide Sparten unterschiedlich entwickelt: Während der Umsatz in der Biotechnologie aufgrund der positiven Entwicklung im Filtergeschäft mit einem Anstieg von 7,8 Prozent besser als von den Analysten geplant ausgefallen sei, habe die Sparte Mechatronik einen Umsatzrückgang von 1,2 Prozent hinnehmen müssen. Hier habe sich vor allem das Geschäft mit Mechatronik-Produkten in Europa schwierig gestaltet. Im Gegensatz zum Umsatz sei die Ergebnisentwicklung nicht erwartungsgemäß verlaufen. Zwar habe das EBIT mit 4,6 Mio. Euro 11,9 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres gelegen, sei damit jedoch rund 26 Prozent hinter den Schätzungen der Analysten zurückgeblieben.
Der Sartorius-Vorstand halte ungeachtet der auf den ersten Blick verhaltenen Ergebnisentwicklung an seiner Guidance für 2005 fest und erwarte weiterhin ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im mittleren oberen einstelligen Prozentbereich sowie eine EBIT-Marge von über 8 Prozent (Analystenerwartung: 7,5 Prozent respektive 8 Prozent.
Zwar sei das Ergebnis im ersten Quartal schlechter ausgefallen als erwartet. Da dieses laut Analysten jedoch vor allem auf die Sonderbelastungen zurückzuführen sei und die Ergebnisentwicklung des rein operativen Geschäfts weiter zufriedenstellend verlaufe, lassen die Analysten ihre Schätzungen für 2005 und die Folgejahre unverändert.
Für 2005 und 2006 rechnen sie mit einem EPS von 1,25 Euro respektive 1,54 Euro, was einem KGV von 14,3 beziehungsweise 11,7 entspreche.