Kulmbach (aktiencheck.de AG) - Für die Experten vom Anlegermagazin "Der Aktionär" ist die Aktie von Senator Entertainment (ISIN DE000A0BVUC6/ WKN A0BVUC) der "Hot-Stock der Woche".
Das Unternehmen habe den Turnaround geschafft. Seit vergangenem Jahr setze man vor allem auf europäische und deutsche Produktionen. Diese seien vergleichsweise günstig umzusetzen und somit auch weniger riskant. Bei einem Umsatz von 15,8 Mio. EUR sei im 1. Halbjahr ein Gewinn von 0,9 Mio. EUR erwirtschaftet worden. Im Vorjahreszeitraum hätten noch 10,1 Mio. EUR Verlust ausgewiesen werden müssen.
"Ich bin zuversichtlich, dass wir auch das 2. Halbjahr positiv abschließen werden", so Senator-Chef Helge Sasse gegenüber den Experten. "Auf operativer Ebene sind die beiden Halbjahre gleich", ergänze er den Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Solange es keine unerwarteten Sonderabschreibungen gebe, werde ein Nettogewinn zwischen 1,5 und 1,8 Mio. EUR prognostiziert. Das entspreche einem 2009er-KGV von 5 bis 6.
Die noch ausstehende Finanzierung von Filmprojekten, deren Bezahlung im 1. Quartal des kommenden Jahres fällig werde, stelle noch eine Hürde für die Kursentwicklung dar. Sasse zeige sich optimistisch: "Ich bin zuversichtlich, dass wir in Kürze eine Finanzierung erhalten werden." Es sei denkbar die Hilfe der KfW in Anspruch zu nehmen oder sich einen weiteren Investor zu suchen. Somit würden Sorgen um die Liquidität des Unternehmens unbegründet erscheinen. Im 1. Halbjahr habe Senator Entertainment mit 3,3 Mio. EUR einen deutlich positiven Cash-Flow aufweisen können.
Im Bereich von 0,44 EUR habe das Papier einen soliden Boden gebildet. Schaffe es das Unternehmen das 2. Halbjahr ohne Sonderabschreibungen zu überstehen, sei das Papier mit einem KGV zwischen 5 und 6 klar unterbewertet. Durch die ausstehende Finanzierung der Filmprojekte seien kurzfristige Kursimpulse zu erwarten, die das künftige Wachstum sichern würden.
Die Experten von "Der Aktionär" empfehlen bei der Senator Entertainment-Aktie ein Kauflimit bei 0,50 EUR zu platzieren. Das Kursziel werde bei 1,00 EUR gesehen und ein Stoppkurs sollte bei 0,33 EUR gesetzt werden. (Ausgabe 45) (02.11.2009/ac/a/nw)
Analyse-Datum: 02.11.2009