Essen (aktiencheck.de AG) - Steffen Manske, Analyst der National-Bank AG, stuft die Aktie von Siemens (ISIN DE0007236101/ WKN 723610) weiterhin mit "kaufen" ein.
Der Industriekonzern habe den Start ins neue Geschäftsjahr mit einem weniger deutlichen Auftragsrückgang begonnen, als erwartet worden sei. Mit Ausnahme der Region Amerika sei der Auftragseingang weltweit aufgrund geringerer Großaufträge gesunken. Demgegenüber habe die Umsatzentwicklung unverändert vom Rekordauftragsbestand profitiert. Insgesamt errechne sich eine positive Book-to-Bill-Ratio von 1,11.
Enttäuschend sei die am rückläufigen Ergebnis aller Sektoren ablesbare operative Gewinnentwicklung auf 1,60 Mrd. EUR (Marktkonsens: 2,10 Mrd. EUR). Negativ hätten sich dabei Projektbelastungen und ein gestiegener Preisdruck u.a. im Bereich Erneuerbarer Energien sowie Lieferverzögerungen von Zügen in Deutschland ausgewirkt. Zudem sei die Ausrichtung auf weiteres Wachstum mit höheren Vertriebs- und Verwaltungskosten verbunden gewesen, während sich der Healthcare-Sektor noch im Umbau befinde. Der Nettogewinn sei erfreulicherweise etwas durch bessere Ergebnisse der nicht fortgeführten Aktivitäten SIS und Osram entlastet worden, so dass auf Nettoebene die Markterwartungen erfüllt worden seien.
Die Jahresziele eines moderaten Umsatzanstiegs, einer Book-to-Bill-Ratio über 1 und eines Gewinns aus der operativen Geschäft auf Vorjahresniveau seien bestätigt worden, seien nach Erachten der Analysten aber eine Herausforderung. Sie würden davon ausgehen, dass Siemens die Ergebnisbelastungen in den Folgequartalen reduzieren könne und den Konzern u.a. mit einem Umsatzanteil von 32% in Schwellenländern als gut positioniert erachten.
Die Analysten der National-Bank AG bestätigen ihr "kaufen"-Votum für die Siemens-Aktie und das Kursziel von 88 EUR. (Analyse vom 24.01.2012) (24.01.2012/ac/a/d)
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