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Siemens habe am 17. März überraschend eine Gewinnwarnung für das erste Quartal 2008 (Kalenderjahr/Q2 Siemens Berichterstattung) veröffentlicht. Allerdings sei diese nicht mit dem laufenden operativen Geschäft in Verbindung gebracht worden. Im Rahmen einer Bewertung von Großaufträgen sei ein Anpassungsbedarf in Höhe von 900 Mio. EUR für das erste Quartal 2008 festgestellt worden. 80,0% der derzeit ausstehenden Großaufträge seien bisher evaluiert worden, sodass noch weitere Anpassungen im Verlauf des zweiten Quartals notwendig sein könnten.
Im Rahmen einer linearen Betrachtung könnte sich der zusätzliche Abschreibungsbedarf nach Einschätzung der Analysten auf 300 Mio. EUR belaufen. Daher ergebe sich eine Gesamtbelastung für das Geschäftsjahr 2008 von 1,2 Mrd. EUR. Den Berechnungen der Analysten zufolge resultiere daraus eine Ergebnisbelastung von ca. 12,0% für 2008. Für die Geschäftsjahre 2009 und 2010 erwarte das Management eine solidere Gewinnentwicklung. Das Management habe betont, dass die Gewinnwarnung nicht auf einer Neueinschätzung der zukünftigen Geschäftsperspektive basiere.
Die Weltwirtschaft expandiere und biete dem Unternehmen überdurchschnittliche Chancen, insbesondere in den Schwellenländern. Die klare Fokussierung auf die profitablen Wachstumsbereiche Energie (PG, PTD, Osram), Medizintechnik (MED) und Infrastruktur (A&D, SIS, I&S, TS, SBT) werde von den Analysten positiv gewertet. Die Maßnahmen zur Steigerung der Profitabilität und die globale Ausrichtung würden mittelfristig ein überdurchschnittliches Gewinnwachstum zulassen. Die Geschäftsentwicklung für das erste Quartal habe über den Erwartungen gelegen. Der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr habe sich um 9,12% erhöht.
Die Auswirkungen der Untreuevorwürfe hätten bisher nicht exakt quantifiziert werden können. Eine Rezession in den USA könnte sich nachteilig auf die globale Konjunktur auswirken und die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen. Unerwartete Probleme bei der Integration von Zukäufen könnten die Ergebnisentwicklung belasten. Die Gewinnwarnung habe die Perspektive belastet und das Gesamtrisiko erhöht.
Die erwarteten Renditeverbesserungen und die robuste globale Konjunktur würden Potenzial eröffnen. Die Gewinnwarnung habe einen nachhaltigen Kursrückgang ausgelöst. Auf diesem Niveau sei die Aktie attraktiv bewertet.
Die Analysten der SEB reduzieren dennoch das Kursziel auf Sicht von 12 Monaten von zuvor 111 EUR auf 100 EUR und stufen die Aktie von Siemens mit "strong buy" ein. (Analyse vom 18.03.2008) (18.03.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 18.03.2008
| 10:40 Uhr | Siemens buy | Dexia Securities Inc. | |
| 13.05.2008 | Siemens neues Kursziel | Goldman Sachs Group Inc. | |
| 08.05.2008 | Siemens es winken dreistellige Notierungen | Der Aktionär | |
| 07.05.2008 | Siemens buy | SEB AG | |
| 07.05.2008 | Siemens buy | Citigroup Corp. |
Aktien in diesem Artikel
| Siemens | 76,5 | +1,6% |
| 16.05.08 | TUI halten | |
| 16.05.08 | E.ON neues Kursziel | |
| 16.05.08 | Deutsche Postbank neues Kursziel | |
| 16.05.08 | RWE Downgrade | |
| 16.05.08 | Commerzbank strong buy | |
| 16.05.08 | RWE hold | |
| 16.05.08 | E.ON buy | |
| 16.05.08 | RWE hold | |
| 16.05.08 | Fresenius Medical Care halten |
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