06.09.2005 13:10
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Stoppt Hurrikan Katrina die FED? (devisen-trader.de)

Am vergangenen Donnerstag hat sich der geldpolitische Rat der EZB getroffen und erwartungsgemäß keine Änderung des Leitzinses von aktuell 2,00% beschlossen, so Dr. Detlef Rettinger, Chefredakteur von "Devisen-Trader".

Ebenfalls bis vor kurzem sei unstrittig gewesen, dass die US-Notenbank bei ihrer nächsten Sitzung am 20. September den Leitzins um weitere 25 Basispunkte auf dann 3,75% erhöhen werde. Damit würde sich die Zinsdifferenz zwischen Geldanlagen in US-Dollar und solchen in Euro weiter ausweiten.

Doch die Schäden durch Hurrikan Katrina und die damit verbundenen negativen Folgen für die Wirtschaft würden manche nunmehr eine Pause im Zinserhöhungszyklus erwarten lassen. Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung werde nur noch mit 75, statt wie bisher mit 100% bewertet. Auf der Seite der Analysten, die keine Zinserhöhung erwarten würden, stehe u. a. auch der renommierte Merrill Lynch-Ökonom David Rosenberg. Sein Argument: Der Hurrikan treffe die US-Wirtschaft in einer fragilen Situation, denn es würden sich erste Anzeichen einer konjunkturellen Schwäche zeigen.

Eine weitere Zinserhöhung könnte die US-Konjunktur damit stärker abwürgen, als eigentlich gewünscht. Doch solche Erwartungen würden nach Meinung der Experten allzu sehr unter dem Eindruck der Zerstörungen durch den Hurrikan stehen. Die Gründe, den Zinserhöhungszyklus fortzusetzen, also an der bisherigen geldpolitischen Linie festzuhalten, würden nämlich weiterhin bestehen.

Das sei vor allem die Inflationsgefahr, die sich durch den Ölpreis und die hohe Kapazitätsauslastung der US-Wirtschaft in letzter Zeit noch verstärkt habe. Diese Bedenken seien laut dem Protokoll der letzten FED-Sitzung auch von den Notenbankern hervorgehoben hoben. Dazu kämen das immer noch niedrige Niveau der langfristigen Zinsen sowie der starke Konsum: Die Sparquote sei zuletzt sogar in den negativen Bereich abgerutscht.

Das habe es in den letzten 46 Jahren seit Erhebung der Statistik erst einmal gegeben, nämlich im Oktober 2001. Die US-Notenbank werde daher nach Meinung der Experten die längerfristige Perspektive im Blick behalten und am 20. September den Leitzins erneut erhöhen - es sei denn die nächsten US-Konjunkturdaten würden deutlich schlechter als erwartet ausfallen. Marktbericht-Datum: 05.09.2005

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