Wien (aktiencheck.de AG) - Hannes Loacker und Helge Rechberger, Analysten der Raiffeisen Centrobank, bewerten die Aktie von Total (ISIN FR0000120271/ WKN 850727) mit dem Rating "kaufen".
Das Ergebnis im Raffineriegeschäft habe deutlich gesteigert werden können. Insgesamt habe Total im dritten Quartal 2011 einen um Sonderfaktoren bereinigten Nettogewinn von EUR 2,8 Mrd. verbucht. Das entspreche einem Gewinnanstieg um 13% gegenüber dem Vorjahresquartal. Das Ergebnis habe rund vier Prozent über den Analystenerwartungen gelegen.
Total habe im Dezember seinen Anteil am russischen Gasproduzenten Novatek (ISIN US6698881090/ WKN A0ETK2) um 2% auf 14% erhöht. Mit der Akquisition von 60% am US-Photovoltaik-Unternehmen SunPower (ISIN US8676521094/ WKN A0HHD1) setze Total seine Expansion im Geschäftssegment "Erneuerbare Energien" fort. Um mit den EU-Sanktionen der EU konform zu gehen, habe Total seine Öl- und Gasproduktion in Syrien gestoppt.
Auch das dritte Quartal des Jahres 2011 sei - trotz eines insgesamt robusten Zahlenwerkes - unspektakulär verlaufen. Das sollte sich aber bereits im nächsten Jahr ändern. Total verfüge über mehrere bedeutende Projekte, die innerhalb der nächsten zwölf Monate in Betrieb gehen würden. Eine wichtige Rolle komme dabei Angola und Nigeria zu. In diesen Ländern sollte jeweils ein großes Projekt bereits im ersten Halbjahr 2012 die Öl- und Gasproduktion von Total SA bedeutend erhöhen.
Mit Ende 2012 solle dann, spät aber doch, das erste Öl beim Megaprojekt Kashagan in Kasachstan fließen. An besagtem Projekt, das sich dann schlussendlich um acht (!) Jahre verzögert und statt USD 25 Mrd. USD 39 Mrd. an Investitionen verschlungen haben werde, seien mit Exxon Mobil (ISIN US30231G1022/ WKN 852549), Royal Dutch Shell (ISIN GB00B03MLX29/ WKN A0D94M) und ENI (ISIN IT0003132476/ WKN 897791) noch drei weitere westliche Ölunternehmen ebenfalls mit jeweils 16,8% beteiligt.
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank stufen die Total-Aktie mit dem Rating "kaufen" ein. (Analyse vom 28.12.2011) (29.12.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.