Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Analystin der SEB, Oana Floares, stuft die Telefónica-Aktie (ISIN ES0178430E18/ WKN 850775) mit dem Rating "buy" ein.
Telefónica habe im abgelaufenen Q1 2009 die Erlösdynamik nicht weiter halten können. Die Einnahmen seien geringfügig um 1,4% gg. VJ auf 13.703 Mio. Euro zurückgegangen. Während Lateinamerika um 4,8% gestiegen sei, seien Spanien und der Rest Europas erwartungsgemäß zurückgefallen (-4,2% bzw. -6,6%). Der starke Wettbewerb in der Branche werde vor allem dadurch verdeutlicht, dass zwar die Anzahl der Anschlüsse weiter gestiegen sei (so z.B. Mobiltelefone: +15,4%, Breitband: +17,5% und PayTV: +24,5%), die Preise jedoch wohl deutlich hätten reduziert werden müssen. Das operative Ergebnis sei insbesondere dank der Einsparungen bei den Zulieferern mit 3.190 Mio. Euro etwas höher als im VJ ausgefallen, ebenso wie das Nettoergebnis (1.690 Mio. Euro; VJ: 1.538 Mio. Euro). Die zuletzt im Februar angekündigten Jahresziele 2009 (weitere Steigerung der Erlöse; Erhöhung der Profitabilität um 1-3%) sowie die geplante Dividende von 1,15 Euro/Aktie (Rendite derzeit bei 7,6%) seien bestätigt worden.
Positiv werte man die breite regionale und fachliche Positionierung. Der Konzern sichere sich die Position auf dem chinesischen Telekommunikationsmarkt über die knapp 10%-ige Beteiligung an China Netcom. Die angepeilten operativen Ziele 2009 dürften nach Einschätzung der Analysten erreichbar sein. Die Einnahmenseite sollte ihrer Meinung nach hingegen geringfügig zurückgehen, wenngleich in der zweiten Jahreshälfte 2009 eine Stabilisierung der Nachfrage auf dem niedrigen Niveau erfolgen dürfte. Positiv sei auch die hohe Dividendenrendite. Die Bewertung (KGV 2009/10 bei rund 9) befinde sich weiterhin auf einem angemessenen Niveau.
Die Einnahmen in Spanien seien nach Meinung der Analysten in diesem Jahr von der wirtschaftlichen Abschwächung stark betroffen, ebenso wie die O2-Sparte. Die Abschreibung der Telecom Italia-Beteiligung (Kaufpreis: 2,85 Euro; Aktienkurs aktuell bei rund 1,00 Euro) bleibe weiterhin erforderlich. Vergangene Akquisitionen vor allem in Lateinamerika hätten für eine hohe Nettoverschuldung gesorgt, die nur sehr langsam abgebaut werde. Die Zinslast drücke die Profitabilität weiterhin. Der möglichen Hansenet-Übernahme stehe man in diesem Zusammenhang eher skeptisch gegenüber.
Die Schätzungen 2009 habe man aufgrund der deutlichen Schwäche des spanischen Marktes nach unten angepasst. Die hohe Dividende sowie die angemessene Bewertung würden allerdings weiterhin für den Titel sprechen. Man belasse das Kursziel für Telefónica bei 17 Euro.
Die Analysten der SEB stufen die Aktie von Telefónica mit dem Rating "buy" ein. (Analyse vom 28.05.2009) (28.05.2009/ac/a/a)
Analyse-Datum: 28.05.2009