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ThyssenKrupp habe mit den heute veröffentlichten endgültigen Daten zum ersten Quartal (2007/2008) die Erwartungen überwiegend getroffen. Beim Auftragseingang und Umsatz seien die hohen Werte des Vorjahresquartals erreicht worden. Der Konzerngewinn vor Steuern habe 646 Mio. EUR (nach 1,06 Mrd. EUR im Vorjahresquartal) betragen, vor wesentlichen Sondereffekten habe er 715 Mio. EUR erreicht. Der Gewinn habe damit zwar leicht über den eigenen Vorhersagen, allerdings deutlich unter den durchschnittlichen Schätzungen, gelegen.
Das Periodenergebnis sei wegen roter Zahlen im Edelstahlgeschäft im Quartal um 34% auf 435 Mio. EUR gesunken. Dies habe aber leicht über den durchschnittlichen Analystenerwartungen von 424 Mio. EUR gelegen. Das Vorjahresquartal sei stark von einer außergewöhnlich hohen Nachfrage und sehr hohen Basispreisen bei Edelstahl getrieben gewesen. Neue Stahl-Preiserhöhungen seien erst ab dem zweiten Quartal zu erwarten. Für das Gesamtjahr 2008 sei das Haus zuversichtlich. ThyssenKrupp habe daher erneut seine bisher veröffentlichten Ziele bekräftigt.
Die Aktie sei gegenwärtig mit einem 2008er KGV von 8,2 zwar relativ günstig bewertet, aber angesichts der moderateren Konjunkturentwicklungen in diesem Jahr seien die Ziele des Hauses recht ambitiös.
Aus Sicht der technischen Analyse sollte von Investitionen in Thyssen Krupp derzeit Abstand genommen werden, so Andreas Klähn, Analyst der SEB. Die Aktie befinde sich in einem steilen und engen Abwärtstrend, dessen obere Begrenzungslinie bei aktuell 34,89 EUR (wöchentlich fallend) verlaufe. In diesem Abwärtstrendkanal liege die nächste Unterstützung bei 29,98 EUR.
Die mittelfristigen Overbought/Oversold-Indikatoren hätten die Aufnahme einer Aufwärtsbewegungsdynamik nicht bestätigen können. Während die Stochastiks noch seitwärts verlaufen würden, drehe der RSI bereits wieder nach unten ab. Auch die langfristigen Trendindikatoren würden eine angeschlagene Situation widerspiegeln. Sollte der kontinuierlich fallende MACD nun auch in den negativen Bereich eintreten - das Momentum habe es bereits vorgemacht - so wäre dies ein weiteres negatives Vorzeichen.
Erst ein Ausbruch über den leichten Widerstand bei 35,08 EUR, womit dann auch eine Auflösung des steilen Abwärtstrends verbunden wäre, würde die Weichen für eine größere Aufwärtsbewegung bis zumindest in den Bereich von 39,90 EUR stellen. Vor einem technisch motivierten Kauf sollte aber unbedingt der Ausbruch über 35,08 EUR abgewartet werden. Sehr wahrscheinlich sei dies in den nächsten Wochen nicht.
Aus fundamentalen Gesichtspunkten bewerten die Analysten der SEB die ThyssenKrupp-Aktie mit "buy" und reduzieren ihr Kursziel von 43 auf 40 EUR. (Analyse vom 13.02.2008) (13.02.2008/ac/a/d) Analyse-Datum: 13.02.2008
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