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ThyssenKrupp habe mit den endgültigen Q1-Daten (07/08) die Erwartungen überwiegend getroffen. Beim Auftragseingang und Umsatz seien die hohen Werte des Vorjahresquartals erreicht worden. Der Konzerngewinn vor Steuern habe 646 Mio. EUR (nach 1,06 Mrd. EUR im Vorjahresquartal) betragen, vor wesentlichen Sondereffekten habe er 715 Mio. EUR erreicht. Der Gewinn habe damit zwar leicht über den eigenen Vorhersagen gelegen, allerdings deutlich unter den durchschnittlichen Schätzungen. Das Periodenergebnis sei wegen roter Zahlen im Edelstahlgeschäft im Quartal um 34% auf 435 Mio. EUR gesunken. Dies habe leicht über den durchschnittlichen Analystenerwartungen von 424 Mio. EUR gelegen. Das Vorjahresquartal sei stark von einer außergewöhnlich starken Nachfrage und sehr hohen Basispreisen bei Edelstahl getrieben gewesen.
Neue Stahl-Preiserhöhungen seien ab dem 2. Quartal zu erwarten. Für das Gesamtjahr 2008 sei das Haus zuversichtlich. ThyssenKrupp habe daher erneut die bisher veröffentlichten Ziele bekräftigt.
ThyssenKrupp sei bei hochwertigen Flachstahlprodukten gut positioniert und profitiere von den weltweit anhaltend hohen Wachstumsaussichten. Nicht nur die Nachfrage nach Karbonstahl bleibe hoch, sondern auch die Perspektive für Edelstahl dürfte sich wieder verbessern. Die Trendwende bei den Edelstahlbasispreisen sei bereits im Gange. Gründe hierfür seien auch die niedrigen Lagerbestände sowie stabile Nickelpreise. ThyssenKrupp gelte als der weltweit größte Produzent für Edelstahlflachprodukte. Schlüsselprojekt beim Kapazitätsaufbau sei ein integriertes Hüttenwerk in Brasilien, welches bis 2009 eine zusätzliche Rohstahlkapazität von 5 Mio. t Stahlbrammen aufweisen werde. In Nordamerika, dem größten Automobilmarkt, solle der Marktanteil damit von 1% auf 5% gesteigert werden.
Das Unternehmen habe hohe Auftragseingänge verbuchen können. Mit 13,3 Mrd. EUR hätten sich diese auf Vorjahresniveau (im Vorjahr vor allem durch Preissteigerung getrieben) belaufen. Der Konzern rechne im laufenden Jahr mit einem weiteren Umsatzplus, wenngleich beim Nettogewinn das hohe Niveau vom Vorjahr kaum zu halten sei. Bis 2010 wolle ThyssenKrupp einen Umsatz von rund 60 Mrd. EUR und ein Ergebnis vor Steuern von 4 Mrd. EUR erzielen.
Nicht alle Vorlaufkosten seien gut überwälzbar. Das Automobilzulieferergeschäft sei noch verhalten. Den weltweiten Kapazitätsaufbau sowie die Wettbewerbskonzentration würden die Analysten negativ werten.
Angesichts der wieder anziehenden Stahlpreise würden die Analysten das Kursziel von 43 EUR auf 45 EUR erhöhen.
Die Analysten der SEB stufen die ThyssenKrupp-Aktie mit "buy" ein. (Analyse vom 28.02.2008) (28.02.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 28.02.2008
| 02.07.2008 | ThyssenKrupp buy | Kepler Equities, Inc. | |
| 23.06.2008 | ThyssenKrupp Upgrade | Merrill Lynch & Co., Inc. | |
| 16.06.2008 | ThyssenKrupp halten | AC Research | |
| 16.06.2008 | ThyssenKrupp underperform | Cheuvreux SA | |
| 12.06.2008 | ThyssenKrupp akkumulieren | Independent Research GmbH |
Aktien in diesem Artikel
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