Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Marc Gabriel, Analyst vom Bankhaus Lampe, belässt sein Votum für die Aktie von ThyssenKrupp (ISIN DE0007500001/ WKN 750000) bei "halten".
ThyssenKrupp dürfte am 10. August über unverändert schwache Ergebnisse der Materials-Aktivitäten berichten, während die Capital-Goods-Aktivitäten unverändert stabile Ergebnisse abgeliefert haben dürften.
Seit ThyssenKrupp angekündigt habe, für die Steel Americas Division nach strategischen Lösungen zu suchen, spekuliere der Markt über mögliche Käufer für die beiden Übersee-Werke und sogar über eine Trennung vom gesamten Stahlbereich (inklusive Steel Europe). Letztere Option halte man aktuell für reine Spekulation, auch wenn der neue Konzernvorstand nicht vor signifikanten Portfolioeinschnitten zurückschrecke.
Bislang habe das neue ThyssenKrupp-Management den Konzernumbau - wie ankündigt - umgesetzt. Es bestünden von der Analysten-Seite aktuell keine Zweifel daran, dass man auch bei dem Problemkind Americas Lösungen finden werde. Entscheidend werde die Höhe des Verkaufserlöses sein, bei dem Interessenten zugreifen würden. Das schmerzvolle Erbe Americas dürfte die Leidensfähigkeit der Aktionäre vorerst weiter auf die Probe stellen.
Vor dem Hintergrund des aktuellen Umfelds sehe man trotz der unverändert guten Entwicklung in den Industriegüterbereichen, die alle zum Unternehmenserfolg mit positiven Ergebnissen beitragen könnten, keine nachhaltige Erholung in den Stahlbereichen. Bei Materials Services dürfte in Q3 die Schienenkartellstrafe (103 Mio. Euro) zusätzlich das berichtete EBIT belastet haben, während man bei Components Technology mit einem positiven Effekt aus dem Verkauf von Waupaca rechne.
Insgesamt hätten die Analysten erneut ihre Schätzungen reduziert. In Q3 dürfte erneut ein Nettoverlust von rund 360 Mio. Euro ausgewiesen werden.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe reduzieren das Kursziel von 15,50 auf 15,00 Euro und bestätigen die Empfehlung zum Halten der ThyssenKrupp-Aktie. (Analyse vom 25.07.2012) (25.07.2012/ac/a/d)
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