Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Sven Diermeier, Analyst vom Independent Research, bestätigt seine "halten"-Empfehlung für die Aktie von ThyssenKrupp (ISIN DE0007500001/ WKN 750000).
Der Konzern sehe sich bei Steel Americas vor dem Dilemma "ein Ende mit Schrecken" oder "ein Schrecken ohne Ende". Aus Sicht der Analysten seien weitere milliardenschwere Wertberichtigungen vorgezeichnet. Zudem würden sich das amerikanische Stahlgeschäft aber auch die Edelstahlsparte als permanente Vernichter von Finanzmitteln hervortun. Diese Mittel seien eigentlich nötig, den Umbau hin zu einem diversifizierten Industriekonzern zu finanzieren.
Insofern sähen die Analysten es aus strategischen Gesichtspunkten als zielführend an, wenn das Unternehmen nun bei Steel Americas auf strategische Änderungen dränge. Dies auch dann, wenn diese Änderungen für Aktionäre schmerzhaft ausgehen könnten. Denn durch eine Beendigung des "Kapitels" Steel Americas könnten sich dem Konzern neue strategische Perspektiven eröffnen.
Aufgrund der Annahme, dass die stahlnahen Bereiche nur mit einer schwächeren Erholung aufwarten würden, hätten die Analysten ihre EPS-Prognose für 2013 von 1,34 EUR auf 1,16 EUR gesenkt. Der Anteilsschein notiere aktuell in der Nähe des Fünfjahrestiefs und deutlich höhere Niveaus seien nach ihrer Ansicht erst dann zu erwarten, wenn der Verkauf der Edelstahlsparte erfolgreich abgeschlossen sowie für das US-Stahlgeschäft eine nachhaltige Lösung gefunden worden sei.
Die Analysten von Independent Research senken das Kursziel für die ThyssenKrupp-Aktie von 16 auf 14 EUR und bestätigen ihr Votum "halten". (Analyse vom 06.06.2012) (06.06.2012/ac/a/d)