Detmold (www.aktiencheck.de) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" raten zum Einstieg in die ThyssenKrupp-Aktie (ISIN DE0007500001/ WKN 750000).
Im vergangenen Jahr sei das so genannte "Schienenkartell" aufgeflogen. Vier Hersteller und Lieferanten von Schienen hätten Preisabsprachen getätigt. Das Bundeskartellamt habe sich schon mit dieser Angelegenheit befasst und Bußgelder von insgesamt 124,5 Mio. EUR verhängt. Auf ThyssenKrupp seien damals 103 Mio. EUR entfallen. Damit sei dieses Kapitel für den Stahlkonzern allerdings noch nicht abgeschlossen, denn die Deutsche Bahn strenge nun als Geschädigte eine Schadensersatzklage gegen die Kartellmitglieder an. Laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" belaufe sich die Forderung auf 750 Mio. EUR, wovon ThyssenKrupp allein 400 Mio. EUR zu schultern hätte.
Die Verhandlungen zwischen ThyssenKrupp und der Deutschen Bahn würden schon seit einiger Zeit laufen. Bisher habe man sich jedoch nicht auf eine außergerichtliche Einigung verständigen können. Um keine Verjährung zu riskieren, habe die Deutsche Bahn nun handeln müssen und den Klageweg zu beschreiten. Trotz dieser negativen Meldung sei das Sentiment rund um die ThyssenKrupp-Aktie nach wie vor gut. Die Experten würden erwarten, dass der Rückschlag schnell abgeschüttelt und der Aufwärtstrend anschließend fortgeführt werde.
Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" steigen in die ThyssenKrupp-Aktie ein. (Ausgabe 196 vom 20.12.2012) (21.12.2012/ac/a/d)
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