New York (www.aktiencheck.de) - Michael E. Flitton und Thomas O'Hara, Analysten der Citigroup, stufen die Aktie von ThyssenKrupp (ISIN DE0007500001/ WKN 750000) unverändert mit "neutral" ein.
Nach dem besser als erwartet ausgefallenen Bericht zum dritten Fiskalquartal sei die Prognose zum bereinigten EBIT in 2012 um 12% auf 389 Mio. EUR erhöht worden. Der Verkauf der Eisengießerei Waupaca in den USA führe jedoch zu einer Kürzung der Schätzung für 2013 um 18% auf 896 Mio. EUR. Auf Grund eines besseren Betriebskapital-Managements mit positiven Auswirkungen auf den Cash flow steige das Kursziel von 15,00 auf 17,00 EUR.
Das Kapitalgüter-Segment sei in 2012 wohl für rund 90% des EBITDAs verantwortlich. Vor der Krise habe der Anteil bei rund 20% gelegen. Die Stabilität des Geschäfts biete zwar eine willkommene Diversifizierung am Boden des Stahlzyklus, berge jedoch auch das Risiko einer zu großen Abhängigkeit, falls sich auch in diesem Bereich eine Abschwächung einstelle.
Der Markt bewerte Steel Americas mit einem Wert von 5,2 Mrd. EUR. Ein Bieter könnte wegen individueller Synergiepotenziale zwar mehr zahlen als die geschätzten 2,7 Mrd. EUR. Die Marktbewertung erscheine aber wegen der herrschenden Überkapazitäten allzu optimistisch.
Die langfristige Story der ThyssenKrupp-Aktie sei zwar positiv. Die jüngsten Kursgewinne zusammen mit den Risiken im Kapitalgütergeschäft und die Bewertung von Steel Americas würden die positiven Faktoren aber ausgleichen.
Vor diesem Hintergrund bestätigen die Analysten der Citigroup ihr Votum "neutral" für die ThyssenKrupp-Aktie. (Analyse vom 13.08.12) (15.08.2012/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen gehörte einem Konsortium an, das die innerhalb von fünf Jahren zeitlich letzte Emission von Wertpapieren der Gesellschaft übernommen hat. Weitere mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.