Zürich (www.aktiencheck.de) - Carsten Riek, Analyst der UBS, stuft die Aktie von ThyssenKrupp (ISIN DE0007500001/ WKN 750000) von "neutral" auf "sell" herab.
Bei der UBS halte man die Rally des Aktienkurses im Zuge des Verkaufs von Steel Americas für verfrüht. Man bewerte die Anlagen mit 3 Mrd. EUR, womit die ThyssenKrupp-Gruppe möglichen Abschreibungen in Höhe von rund 3,9 Mrd. EUR entgegensehe. Selbst nach dem Verkauf werde ThyssenKrupp bei einem Aufschlag von 33% gegenüber den Peers gehandelt. Nur bei einem Verkaufspreis von 5,5 Mrd. EUR, was man für unrealistisch halte, könne ThyssenKrupp auf gemeldeter Basis den Breakeven erreichen.
Ein Verkauf von Steel Americas würde sich eindeutig positiv auf die Bilanz von ThyssenKrupp auswirken, da die Nettoverschuldungsquote auf 27% sinken würde. Die Veräußerung steigere zwar die Profitabilität von ThyssenKrupp. Dies reiche aber für die UBS-Analysten nicht aus, um die Aktie attraktiv zu machen. Die EPS-Prognose für die Geschäftsjahre 2011/12 und 2012/13 werde um 35,3% auf -0,44 EUR angehoben bzw. um 62,7% auf 0,44 EUR gesenkt. Das Kursziel für die ThyssenKrupp-Aktie nehme man auf Sicht von zwölf Monaten von 14,50 EUR auf 13,50 EUR zurück.
Vor diesem Hintergrund vergeben die Analysten der UBS nun das Rating "sell" für die Aktie von ThyssenKrupp. (Analyse vom 17.09.12) (17.09.2012/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.