Charlotte (www.aktiencheck.de) - Jason Fairclough, Michael Widmer, Cedar Ekblom und Daniel Lian, Analysten von BofA Merrill Lynch Research, stufen die Aktie von ThyssenKrupp (ISIN DE0007500001/ WKN 750000) unverändert mit "underperform" ein.
Im Rahmen einer Studie zum Metall- und Minensektor in Europa seien die Rahmenbedingungen für die wichtigsten Rohstoffe unter die Lupe genommen worden. Alle Rohstoffe seien von den globalen makroökonomischen Trends abhängig, vor allem vom Wachstum in China. China sei für 40 bis 50% der globalen Nachfrage verantwortlich.
Viele Metall- und Minenprodukte würden zu Preisen auf dem Niveau ihrer Produktionsgrenzkosten gehandelt oder sogar darunter. Die Preise dürften insofern nur noch begrenztes Abwärtspotenzial besitzen. Das Aufleben der chinesischen Stahlproduktion innerhalb des letzten Jahrzehnts habe zu Überkapazitäten im Stahlmarkt geführt, was auf die Margen drücke. Neben anderen Unternehmen habe auch ThyssenKrupp mit einer Kürzung der Kapazitäten reagiert. Auch im Falle einer Erholung der Volumina, dürfte die Profitabilität ihre früheren Niveaus nicht mehr erreichen.
Das 12-Monats-Kursziel für die ThyssenKrupp-Aktie bleibe bei 15,00 EUR. Restrukturierungen und Veräußerungen von Beteiligungen könnten dem Titel Aufwärtspotenzial bescheren. Technische Schwierigkeiten bei Steel Americas, ein Nachlassen der Disziplin auf der Angebotsseite könnten dagegen den Aktienkurs belasten.
Vor diesem Hintergrund lautet die Einschätzung der Analysten von BofA Merrill Lynch Research für die ThyssenKrupp-Aktie weiterhin "underperform". (Analyse vom 30.08.12) (03.09.2012/ac/a/d)
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